Auch die Stoffwechselerkrankung Gicht (hoher Harnsäurespiegel im Blut) kann Gelenkentzündungen hervorrufen.
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Wenn sich die Harnsäurekristalle in einem Gelenk ablagern, verursacht dies eine Entzündung der Gelenkinnenhaut. Meist (zu 80 Prozent) ist das Großzehengelenk betroffen. Das Gelenk ist heiß und geschwollen. Es verfärbt sich rötlich oder bläulich und schmerzt.
Zur Behandlung der Gicht stehen zwei medikamentöse Wirkprinzipien zur Verfügung:
Urikostatika: Medikamente, die die vermehrte Entstehung der Harnsäure im Blut hemmen.
Urikosurika: Medikamente, die durch eine vermehrte Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren den Harnsäurespiegel im Blut senken.
Zur Behandlung der gichtbedingten Gelenkentzündungen werden zusätzlich Eispackungen, cortisonfreie entzündungshemmende Medikamente sowie Kortisoninjektionen bei starken Entzündungen angewendet.
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