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RATGEBER - Haut

Weitere Methoden, um Falten aufzufüllen

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Fadenlifting

Eine der neuen und schonenden Methoden ist das Wire-Skalpell. Es ist eine winzige Nadel, an deren Ende ein feiner Drahtfaden befestigt ist. Damit wird die Stelle erreicht, wo das Bindegewebe mit der Gesichtsmuskulatur verbunden ist.

Der Bindegewebsanker wird entlang der Falte umschlungen und durchtrennt. Die Haut hebt sich augenblicklich und aus einer tiefen Falte entsteht eine sanfte Mulde. Eine ideale Voraussetzung, um danach ein sanftes Fadenlifting durchzuführen oder die Faltenregion gleichmäßig aufzufüllen.

Beim Fadenlifting wird ein nichtauflösender Faden mit winzigen eingearbeiteten Häkchen verwendet. Diese Aptos-Fäden werden in örtlicher Betäubung in das erschlaffte Unterhautgewebe eingezogen und so gespannt, dass sich die Gesichtshaut wieder strafft und glättet.

Vorteil: fünf Jahre Verjüngung ohne einen Schnitt im Gesicht.

Polymilchsäure polstert Falten auf

Milchsäureinjektionen sind in der Chirurgie schon 20 Jahre bekannt. In die Schönheitschirurgie haben die Polymilchsäureinjektionen „Sculptra“ (früher New-Fill) im Jahr 1999 Einzug gehalten. Es handelt sich dabei um eine gelartige Flüssigkeit, mit der gut tiefe Falten unterspritzt werden können und die sich gut im Gewebe verteilt.

Das Hautvolumen nimmt dadurch zunächst zu, und die Falte wird eingeebnet. Das in der Milchsäureinjektion enthaltene Wasser entweicht allerdings wenige Tage später. Die Milchsäure wird kristallartig. Dadurch fällt die Falte wieder ein wenig ein. Allerdings wird danach innerhalb von vier bis sechs Wochen durch die Kristalle die Bildung eines Kollagenkomplexes gefördert.

Dies ist der eigentliche gewünschte Effekt, denn dadurch werden die Falten dann, laut Ärztezeitung, konstant bis zu zwei Jahre und länger aufpolstert.

In einer Studie nahm damit die Faltentiefe innerhalb von zwei Monaten um knapp drei Viertel des Ausgangswertes ab und blieb über 20 Monate nahezu konstant.

Das Verfahren ist besonders zum Glätten von Stirn-, Zornes-, Nasen-, Mundwinkelfalten, Fältchen um Augen, Ober- und Unterlippe, an Mundwinkel, Kinn und Hals geeignet.

Durch die gute Verteilung im Gewebe bieten sich Milchsäurespritzen auch für den (Wieder-)Aufbau von Gesichtvolumen größere Gesichtsflächen an, zum Beispiel für den Gewebeaufbau und das Konturieren der Wangen bei krankheitsbedingtem Fettverlust.

Wird die Milchsäure nicht richtig in Kochsalzlösung verdünnt oder zu oberflächlich eingespritzt, kann es unter der Haut zu Knötchenbildung kommen.

Eigenfett

Bei diesem Verfahren, auch Autobiorecycling genannt, werden eigene Fettzellen entnommen, präpariert und in derselben Operation an gewünschter Stelle implantiert. Zur Faltenkorrektur im Gesicht werden hauptsächlich Fettzellen von Augenlid, Ohr oder Unterarm entnommen, denn an diesen Stellen sind die Fettzellen kleiner als am Bauch und somit geeigneter für das Autobiorecycling .

Die Zellen wachsen in der neuen Umgebung an und verwandeln sich sogar zu kollagenbildenen Fibroblasten. Damit ist unser Körper mithilfe der eigenen Zellen wieder in der Lage, neues Haut straffendes Kollagen zu bilden.

Hier ist es aber besonders wichtig, dass ein erfahrener Operateur die Eingriffe durchführt. Denn ansonsten baut der Körper das eingespritzte Fett einfach ab, statt es an der richtigen Stelle einzulagern. Es sind daher oft mehrere Behandlungen nötig, bis das Resultat stimmt.

Zwar kommt es mit dem körpereigenen Fett nicht zu Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen, dafür aber können Entzündungen, Blutergüsse oder Ölzysten auftreten. Bei Letzteren kapselt der Körper das eingespritzte Fett ab, was als Knoten unter der Haut fühlbar ist.

Nicht zu empfehlen ist übrigens das Unterspritzen mit flüssigem Silikon. „Flüssiges Silikonöl ist eine tickende Zeitbombe im Gewebe. Noch Jahre nach der Behandlung kann es zu schlimmen Entzündungen und Entstellungen kommen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Der Patient ist für immer entstellt“, warnt Prof. Heinz Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD) in Hofheim.

Kollagenersatz unter die Haut

Nahe liegend ist es gewiss auch, den natürlichen Schwund des Kollagens unter der Haut wieder aufzufüllen und zu hoffen, dass es vom natürlichen Körperkollagen als „Ersatzmaterial“ eingebaut wird.

Immerhin wird Kollagen schon seit 20 Jahren in dieser Form eingesetzt, es gilt aber heute als überholte Methode und wird in Deutschland kaum noch angewendet.


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