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RATGEBER - Haut

Akne - was ist das?

Das Auftreten von Mitessern ist das erste Zeichen einer Akne. Alle sonstigen bei Akne häufigen und auffallenden Hautveränderungen entstehen danach.

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Bei Akne ist aufgrund einer Hormonumstellung die Talgproduktion der Drüsen krankhaft gesteigert, deshalb haben die Betroffenen auch eine stark fettende Haut (Seborrhoe) und fettiges Haar. Zusätzlich zu dieser übermäßigen Talgproduktion kommt es bei Akne zu einer Verhornungsstörung des Follikelausführungsgangs.

Das bedeutet Folgendes: Der Gang, durch den der produzierte Talg an die Hautoberfläche gelangt, bzw. die diesen Gang auskleidende Haut bildet zu vielHornhaut. Dadurch wird dieser Gang von sehr fest aneinander haftenden Hornschuppen verschlossen und ausgeweitet.

Die Folge: Der Talg kann nicht mehr abfließen, und es bildet sich ein Mitesser. Diese geschlossenen Mitesser werden als weiße Mitesser bezeichnet, weil sie zuerst nur kleine weiße Pünktchen sind.

Irgendwann ist es so weit: Die Haut am Ausführungsgang reißt ein, und es gelangt Luft an den Talg. Infolgedessen färbt sich der Mitesser schwarz. Schwarze Mitesser sind also offene Mitesser.

In diesem ersten Aknestadium kann der Hauttalg nicht mehr an die Hautoberfläche gelangen, da die Ausführungsgänge der Talgdrüsen auch noch durch die Mitesser verpfropft sind.

Das ist aber noch nicht alles. Denn der Talg ist ein Leckerbissen für schmarotzende Mitesser, die Proprioni. Sie siedeln sich an den Talgdrüsen an. Dies kann eine fast explosionsartige Entzündung der gesamten Talgdrüse zur Folge haben. Und schon haben wir einen richtigen „blühenden“ Pickel.

Für die Entstehung der Akne ist also ein ganzes Bündel von Einzelfaktoren zuständig, die sich mosaikartig zusammensetzen. Die wichtigsten Einzelfaktoren in diesem Ursachenmosaik sind:
  • Gesteigerte Talgproduktion
  • Hormone
  • Verhornungsstörung der Ausführungsgänge
  • Bakterien
  • Vererbung
Darüber hinaus gibt es Unverträglichkeiten, die auch zu Pickeln führen können. Pomade, Sonne, einige Kosmetika und Arzneimittel – so bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel und Epilepsiepräparate – können bei Menschen, die zu Akne neigen, Pickel hervorrufen.

Sie sind jedoch nicht mit der eigentlichen Akne zu vergleichen. Auch Unverträglichkeiten von beispielsweise Tomaten oder Soja können zu einem akneähnlichen Erscheinungsbild führen. Allergien gegen Medikamente, zum Beispiel der Vitamin B-Gruppe, falsche Ernährung, Diätfehler oder zu ölige Kosmetikprodukte können als weitere Verursacher der Akne identifiziert werden.

Manchmal hat die Haut aber auch einfach nicht genug von den Vitalstoffen, die sie zum Aufbau und zur Gesunderhaltung braucht, wie zum Beispiel Zink, Vitamin B-Komplex, Omegafettsäuren und L-Carnitin.

Sie sehen schon, wie kompliziert die Ursachenforschung ist: So ist bei einigen Menschen das Fehlen und bei anderen Menschen die Unverträglichkeit des Vitamin-B-Komplexes die Ursache.

Vorsicht auch mit bestimmten Stoffen: Benzoylperoxidhaltige Haarbleichmittel, Schmierstoffe (Kfz-Gewerbe) oder der direkte Kontakt zu Leder (Motorradhelm) können zu Akneschüben führen.

Wie wird man Akne los?

Akne kann heute wirksam behandelt werden. Das geht aber nicht von heute auf morgen. Der erste Schritt, bei schwerer Akne, ist der Gang zum Hautarzt. Nur er kann eine genaue Diagnose stellen und Ihnen dann beispielsweise ein Mittel verschreiben, welches die Talgproduktion hemmt und die schmarotzenden Bakterien tötet.

Dazu ist beispielsweise der dem Vitamin A verwandte Wirkstoff Isotretinoin geeignet, der als Kapsel zum Einnehmen angeboten wird. Bei leichteren bis mittelschweren Formen ist laut internationalen Leitlinien die Kombination aus Vitamin-A-Säure zum Auftragen auf die Haut (wie zum Beispiel Retinoide) und einem Antibiotikum die beste Therapie.

Da Akne auch hormonell bedingt ist, kann im Hormonmangel oder -überschuss eine Ursache liegen, auch zu viel Androgene mögen Auslöser sein.

Die Kontrolle des Östrogenspiegels bzw. der Wechsel der Pille ist bei jüngeren Frauen immer anzuraten. Präparate mit antiandrogenen Wirkstoffen helfen ebenfalls, bitte jedoch erst nach einer Blutanalyse! Ob ein hormonelles Ungleichgewicht die Ursache ist, wird auch der Dermatologe klären.

Wenn allerdings die Akne nach einer neuen Pille aufgetreten ist, sollten Sie unbedingt den Gynäkologen aufsuchen und um ein anderes Präparat bitten.

„Hautunreinheiten, gelegentliche Pickel und eine leichtere Akne können sehr gut auf natürliche Weise behandelt werden“, sagt die erfahrene Kosmetikerin und Fachautorin Eva Kuse aus Baden-Baden.

Und hier sind ihre Tipps:
Die Mallorcaakne, Acne vulgaris und die Kosmetikaakne sprechen sehr gut an auf das Waschen mit Molke und grünem Tee. Kaufen Sie dazu Molkepulver aus dem Reformhaus, und rühren Sie es gemäß den Anweisungen an.

Mit einem weichen sauberen Backpinsel tragen Sie die Molke abends auf, lassen sie trocknen und nehmen sie dann mit einem lauwarmen Waschlappen ab. Die Molke regt die Hautdurchblutung an, unterstützt den Säureschutz der Haut, wirkt rückfettend und entzündungshemmend.

Kochen Sie morgens eine große Tasse grünen Tee, den sie lange ziehen lassen. Stellen Sie die Tasse ins Bad, und betupfen Sie Ihre Haut damit, wann immer sie mögen. Die darin enthaltenen Antioxidanzien schützen die Haut, die Mineralstoffe des grünen Tees nähren sie.

Die Gerbsäure wirkt ebenfalls entzündungshemmend. Statt grünem Tee können Sie auch Thermalwasser (aus der Apotheke) aufsprühen. Dadurch werden Reizungen gemildert und der Haut Vitamine und Spurenelemente zugeführt, die eine gewisse Balance wiederherstellen.

Zur Hautreinigung bei Akne ist Heilerde unerlässlich: Kaufen Sie eine Packung (Reformhaus oder Apotheke), rühren Sie eine dickflüssige Paste an, und tragen Sie sie als dicke Maske auf die Haut auf. Lassen Sie die Heilerde gut durchtrocknen.

Im Sommer können Sie sich dazu in die Sonne setzen, im Winter unter das Rotlicht, vor einen warmen Kamin oder einfach in ein kuschelig warmes Zimmer. Die Heilerde nimmt jetzt den überschüssigen Hauttalg auf und befreit die Haut gründlich von Unreinheiten.

Die Aufsaug- bzw. Absorptionsfähigkeit und die Kapillarkräfte werden beim Durchtrocknen der Schicht wirksam. Der überschüssige Talg – bei der Akne ja eine Hauptursache – wird dabei sozusagen durch die Heilerde rausgezogen. Deshalb ist eine Maske auch desto besser wirksam, je länger sie auf der Haut aufliegt.

Wenn die Heilerde trocken ist – und das kann gut eine Stunde oder mehr dauern –, dann bröckeln Sie die Schicht zuerst mit den Fingern ab. Danach waschen Sie das Gesicht mit lauwarmem oder warmem Wasser, oder Sie gehen unter die Dusche.

Wenn Sie jetzt noch etwas gegen die Faltenbildung tun möchten, dann setzen Sie abschließend einen schönen kalten Kneippguss an. Denn jetzt wird die Hautdurchblutung noch verbessert. Das bewirkt, dass das Gesicht anschließend jung und frisch wirkt.

Schrauben Sie dazu den Duschkopf ab oder stellen Sie ihn auf einen glatten Strahl ein. Beugen Sie sich vornüber, und begießen Sie das Gesicht von unten. Ein echter Kneippguss mit einem richtig dicken fließenden Strahl ist zwar noch einmal etwas anderes, aber für den Heimgebrauch ist die Lösung mit dem Duschkopf besser als gar nichts.

Diese Anwendung mit der Heilerde ist sehr stark austrocknend. Bei einer Akne sollten Sie jetzt nicht nachfetten, sondern allenfalls eine pflegende natürliche Feuchtigkeitscreme auflegen (zum Beispiel mit Aloe vera aus dem Drogeriemarkt).

Wenn Sie das Spannungsgefühl gar nicht aushalten, tragen Sie ein Pflanzenöl wie zum Beispiel Nachtkerzenöl oder Jojobaöl auf.

Wiederholen Sie die Heilerdemaske alle zwei bis drei Tage, bzw. immer dann, wenn die Haut wieder glänzt. An diesen Tagen entfällt die Behandlung mit Molke.

Wer durch die Akne schon Narben davongetragen hat für den ist eine Behandlung mit Fruchtsäure empfehlenswert. Diese Präparate lösen zudem die Verhornungen auf und reduzieren dadurch die Talgproduktion, die Entzündungen können besser abheilen.

Die Fruchtsäurebehandlung gehört aber in die Hand eines Facharztes und ist auch nicht ganz billig.

Generell sind Pflegeprodukte zu empfehlen, welche speziell für die akneempfindliche Haut entwickelt wurden. So gibt es eine neue Intensivpflege zur Regeneration des Hautbildes unreiner Haut mit Tendenz zu Akne. Sie verfeinert das Hautbild und besteht aus Retinaldehyd (0,1 Prozent) und Glykolsäure (6 Prozent).

Der Produktname darf hier leider nicht genannt werden (Schleichwerbung), aber fragen Sie in der Apotheke nach.

Folgende allgemeine Ratschläge sollten Sie beherzigen:

  • Strengste Hygiene in allen Bereichen und die gezielte Stärkung des Immunsystems sind oberstes Gebot.
  • Positive Stressbewältigung.
  • Kosmetik reduzieren, auf parfümierte Kosmetik komplett verzichten.
  • Hitze, Sonne, Sauna und längere Wärmeanwendung vermeiden.
  • Nie drücken oder quetschen.
  • Pickelstifte, -cremes, -stripes verwenden.
  • Das regelmäßige Aufbringen von Thermalwasserspray lindert und erfrischt. Eine gute, hautverträgliche Camouflage macht den Alltag erträglicher.

Was hat es eigentlich mit Heilerde auf sich?

Heilerde ist eines der natürlichsten Heilmittel. In der gesamten Medizingeschichte wurde sie eingesetzt. Hippokrates, Hildegard von Bingen und insbesondere Adolf Just empfahlen die Heilerdebehandlung.

Heute sollte man am besten auf speziell aufbereitete Heilerde zurückgreifen, die es als Arzneimittel in Apotheken und Reformhäusern zu kaufen gibt. Hier handelt es sich um mineralstoffreichen Löß. Er wird hochfein gemahlen und gesiebt.

Dadurch erhält er eine sehr feine Struktur, welche – zusammen mit dem Mineralstoffgehalt – für die guten Wirkungen entscheidend ist. Denn wenn eine dicke Schicht feuchter Heilerde auf die Haut aufgebracht wird und diese langsam trocknet, dann entwickelt sich eine Kapillarwirkung. Das heißt, der im Vergleich feuchtere Hauttalg wird förmlich aus den Hautkapillaren herausgezogen. Für eine Aknehaut ist das die beste Therapie.

„Alkohol oder lipidlösende Wirkstoffe greifen die Haut auf chemische Weise an. Die Heilerde wirkt auch entfettend, aber auf physikalischem Wege, also viel sanfter. Das ist genial, einmalig“, sagt Dr. Dr. Bernard Uehleke, der gerade an der Charité in Berlin eine Studie mit Heilerde durchführt.

Heilerde wendet er bereits seit Jahren an der Charité an. In dieser Poliklinik ist allerdings vor allem die innere Wirkung von Heilerde gefragt. Bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen, bei säurebedingten Magenstörungen, Völlegefühl und Blähungen ist die Wirkung von Heilerde bereits bewiesen.

Jetzt steht als Nächstes die äußerliche Wirkung auf die Haut auf dem Prüfstand. „Gute Erfahrungen haben wir damit mehr als genug. Aber wir wollen diese jetzt auch mit Studien für alle zugänglich machen“, sagt Dr. Uehleke. Heilerde gibt es als Arzneimittel bzw. Medizinprodukt in Apotheken und Reformhäusern.


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