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RATGEBER - Pilzerkrankungen

Behandlung von Candidosen

Wie wir gesehen haben, kann der Pilz Candida albicans sowohl als harmloser Gast in und auf dem Menschen leben, sich aber unter besonderen Umständen (s. o.) auch stark vermehren und dann größere Beschwerden hervorrufen.

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Die optimale Behandlung besteht in einer lokalen Therapie zum Abtöten des Pilzes und gleichzeitiger systemischer Therapie zur Stärkung des Immunsystems.

1. Antimykotische Behandlung:

Der ursprünglich aus einem Strahlenpilz isolierte Wirkstoff Nystatin wirkt gegen Candida, indem er ein Enzym zerstört, das die Hefepilze zu ihrer Vermehrung benötigen.

Nystatin wird in Form von Salben eingesetzt, kann aber auch als Tablette zur Darmsanierung genutzt werden. In die gleiche Gruppe gehören noch zwei andere Wirkstoffe, das Natamycin und das Amphotericin B.

2. Ernährung:

Candida lebt - wie alle Hefen - von der alkoholischen Gärung. Je mehr Kohlenhydrate in der Nahrung enthalten sind, desto leichter können die Pilze wachsen.

Vermieden werden sollte daher Zucker in jeder Form, also weder Kuchen, Gebäck, Schokolade, Eis, Süßigkeiten oder Honig bei einer Darmmykose.

Auch alle Weißmehl enthaltenden Produkte können leicht vergoren werden, daher sollte die Ernährung auf Vollwertprodukte umgestellt werden. Alkoholische und gesüßte Getränke sind ebenfalls tabu. Mineralwasser oder Tee hingegen sollte reichlich getrunken werden.

Wer seinen Körper darüber hinaus bei der Abwehr von Pilzbefall unterstützen will, der sollte Meerrettich, Zwiebeln und Knoblauch essen, denn dies sind natürliche Antipilzmittel, und im übrigen auch natürliche Antibiotika.
Meerrettichsaft ist auch als Frischpflanzen-Presssaft im Reformhaus und manchmal auch in der Apotheke erhältlich.

3. Mikrobiologische Therapie:

Wenn es gelingt, die vernichteten oder zurück gedrängten Schutzbakterien in Mundhöhle, Darm und Vagina wieder zu stärken, dann haben noch vorhandene Hefepilze keine Chance mehr. Dafür stehen zahlreiche Präparate zur Verfügung.

Einige Präparate enthalten unschädlich gemachte Coli-Bakterien, bzw. Acidophilus- und Bifidum-Bakterien. Diese Medikamente werden in Form einer Gelatinekapsel oder als Tropfen eingenommen und helfen bei der Regenerierung der Darmflora.

Die Hefe Saccharomyces boulardii (als Präparat erhältlich) hemmt das Wachstum von Candida, hat heilende Wirkung auf die Darmschleimhaut und stimuliert darüber hinaus die köpereigene Abwehr.

Die Keime, die in einer gesunden Scheide anzutreffen sind, heißen Döderlein-Bakterien. Mit Hilfe eines Scheidenzäpfchens, das diese Bakterien enthält, können sie wieder angesiedelt werden.

4. Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte:

Durch frische Luft, Bewegung, Bäder und gesunde Ernährung kann die Abwehr stimuliert werden. Aus der Phytotherapie ist besonders die Echinacea als Immunstimulans bekannt.

Gerade für Frauen, die unter einer häufigen Scheidenentzündung durch Candida leiden, ist eine Besserung durch die Sonnenhuttherapie laut Studien belegt.

Aus den körpereigenen Pilzen kann ein Impfstoff, eine Autovaccine, erstellt werden, die dann gespritzt wird.

Die Homöopathen kennen hochverdünnte Borsäure oder Borax als wirksames Mittel, um die Selbstheilung in Gang zu bringen. Auch eine Eigenblutbehandlung kann helfen, die Pilze aus dem Körper zu verbannen.


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