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RATGEBER - Schuppenflechte

Behandlung der Schuppenflechte

Die Schuppenflechte ist nicht heilbar, aber behandelbar. Wie, das hängt vom Schweregrad ab.  Dabei spielen drei Aspekte eine Rolle:

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In welchem Ausmaß ist die Haut betroffen, und wie stark sind Entzündungen und Schuppenbildung?
An welchen Stellen des Körpers tritt die Schuppenflechte auf?
Wie sehr belastet die Krankheit die Lebensqualität, d.h. das körperliche und seelische Wohlbefinden und den Alltag im Berufsleben?

Trotz aller Forschungen ist das Hautleiden noch nicht heilbar. Deshalb ist es Ziel der Behandlung, dass der Patient die Schuppenflechte in den Griff bekommt und damit möglichst unbeschwert leben kann. Im Mittelpunkt der Therapie stehen verschiedene Cremes oder Salben. Hier gibt es einige Wirkstoffe, die üblicherweise zur äußerlichen Behandlung eingesetzt werden:

1. die Salicylsäure entfernt zu Beginn der Therapie vorhandene Schuppen, so dass anschließend dann entsprechende Wirkstoffe überhaupt erst eindringen können.
2. Das Dithranol wird schon sehr lange zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt. Der Wirkstoff hemmt das Wachstum und die Vermehrung der Hautzellen. Je nach Dosierung bewirkt Dithranol eine entzündliche Reizung der Haut. Dabei erschrecken viele Patienten, aber als Zeichen für die eintretende Wirkung ist diese leichte Hautrötung sogar erwünscht. Normalerweise wird die veränderte Haut in steigender Konzentration 1 – 2-mal täglich damit behandelt. Vorteilhaft ist eine kombinierte Behandlung von Dithranol mit Ölbädern und Licht- bzw. Fototherapie.
3. Teere werden ebenfalls schon lange zur Behandlung von Hautkrankheiten eingesetzt. Die Schuppenflechte wird hauptsächlich mit gereinigtem Steinkohlenteer behandelt. Die Wirkstoffe wirken entzündungshemmend, stillen den Juckreiz und lösen die Schuppen. Zur Minderung der Schuppenbildung auf der Kopfhaut sind einige gut wirksame Shampoos mit teerhaltigen Zusätzen zu empfehlen.
4. Kortison wirkt an der Haut vor allem entzündungshemmend, so dass es schnell zu einer Rückbildung der Schuppenflechtenherde kommt. Trotz guter Wirksamkeit hat das Kortison verschiedene Nachteile: So kann es nach Absetzen der Anwendung zu einem Rückfall kommen und es kann ein Gewöhnungseffekt eintreten, so dass die Wirksamkeit nachlässt und auch andere Wirkstoffe nicht mehr so gut wirken. Bei langfristiger und hoch dosierter Anwendung, kann die Haut an der behandelten Stelle dünner werden. Unter anderem deshalb wurden in den letzten Jahren Wirkstoffe entwickelt, die relativ arm an Nebenwirkungen sind.
5. Vitamin D3-Abkömmlinge hemmen das übermäßige Zellwachstum in der Oberhaut und fördern gleichzeitig die notwendige Reifung der Zellen. Damit wird die Schuppenbildung und Rötung vermindert und mit den Vitamin D3-Abkömmlingen werden auch Vorgänge im Immunsystem beeinflusst und damit die Entzündung gehemmt.
6. Tazaroten ist ein Abkömmling der Vitamin A-Säure und wird einmal täglich als Gel auf die Haut aufgetragen. Die Substanz wirkt entzündungshemmend und bremst das übermäßige Zellwachstum in der Haut. So gelingt eine Verminderung der Schuppenbildung und der Hautdicke. An Nebenwirkungen werden vor allem örtliche Hautreizungen beobachtet, weswegen die Therapie einer sorgfältigen Vorbereitung bedarf, da der Wirkstoff nicht auf die gesunde Haut gelangen darf.
7. Harnstoff ist ein Produkt des Eiweißstoffwechsels. Er kommt überall im menschlichen Körper vor, so auch in der Haut und wird über den Urin ausgeschieden. Zur Behandlung wird Harnstoff künstlich hergestellt. Er besitzt die Fähigkeit, Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten zu binden und verhindert damit das Austrocknen der Haut. Bei Schuppenflechtepatienten ist der Harnstoffgehalt der Haut im Vergleich zu Gesunden sehr stark vermindert, weswegen sich die Anwendung von Harnstoffpräparaten bei der Schuppenflechte als sehr wirksam herausgestellt hat.
8. Milchsäure kommt im menschlichen Körper als Endprodukt des Zuckerstoffwechsels vor und befindet sich wie Harnstoff in der Hornschicht der Haut. In höheren Konzentrationen kann Milchsäure ebenfalls Feuchtigkeit binden und Hornhaut ablösen.
9. Der Wirkstoff Mahonia aquifolium ist aus der Homöopathie bekannt und wird in eine Salbengrundlage eingearbeitet. Die wird dann zur unterstützenden Behandlung zwischen Schuppenflechtenschüben oder im so genannten erscheinungsfreien Intervall eingesetzt.
10. Bei der Lichttherapie machen sich die Ärzte die günstige Wirkung ultravioletter Strahlen zunutze. Sie wird häufig in Verbindung mit Solebädern eingesetzt. 


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