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RATGEBER - Herzkrank II

Das Wichtigste über Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen sind in der inneren Medizin und Kardiologie häufig.
Von Herzrhythmusstörungen spricht man, wenn das Herz zu langsam (Herzfrequenz unter 60 pro Minute), zu schnell (Herzfrequenz über 100 pro Minute) oder unregelmäßig schlägt.

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Herzrhythmusstörungen können als „Herzstolpern“  (Aussetzer) auftreten oder in Form von Herzrasen.

Das Herzrasen kann „gutartig“ sein und durch zusätzliche Leitungsbahnen hervorgerufen werden oder es können auch lebensgefährliche Situationen vorliegen, die man als „Kammertachykardien“, „Kammerflattern“ oder „Kammerflimmern“ bezeichnet.

Die Symptomatik bei Herzrhythmusstörungen reicht von unauffällig - hier werden Herzrhythmusstörungen meistens zufällig entdeckt -, bis hin zu Bewusstlosigkeit mit Herz-Kreislauf-Stillstand.
Von entscheidender Bedeutung ist die genaue Erfassung der Krankengeschichte, die in den meisten Fällen bereits eine relativ sichere Zuordnung zulässt.

Die diagnostischen Verfahren reichen von dem Ruhe-EKG bis hin zu invasiven Verfahren (elektrophysiologische Untersuchung mit Mapping), bei denen der Ursprungsort genau lokalisiert werden kann.
Entscheidend für Prognose und Therapie ist die Beurteilung der Pumpfunktion der Herzkammern und der Nachweis einer kardialen Grunderkrankung.

Die Behandlung richtet sich nach vorliegender Herzerkrankung, Symptomatik und prognostischer Relevanz. Bei einigen Rhythmusstörungen („Herzstolpern“) ist meistens keine Behandlung notwendig und eine Information über die Harmlosigkeit der Rhythmusstöung ist die beste Therapie.

Für andere Rhythmusstörungen kommen Medikamente (Digitalispräparate, Kalziumkanalantagonisten vom Verapamiltyp, spezifische Antiarrhythmika oder Betarezeptorenblocker) allein oder in Kombination infrage. Liegen zusätzliche Leitungsbahnen (bei Patienten mit „gutartigem“ Herzrasen) vor, ist die Katheterablation ein hervorragendes Verfahren.

Für Patienten mit lebensgefährlichen Rhythmusstörungen ist der automatische Defibrillator heute meistens die therapeutische Option.


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