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RATGEBER - Entzündliche Darmerkrankungen

Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur

1. Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur

Die Universität Erlangen-Nürnberg führt zurzeit (Stand 2002) eine Studie durch, in der die Wirksamkeit der traditionellen chinesischen Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Morbus Crohn untersucht wird.

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Die deutschen Mediziner erhoffen sich viel von dieser Studie, da in China seit jeher Ärzte ihre Darmpatienten erfolgreich mit chinesischen Kräuterrezepturen behandeln.

Dass die Therapie von Darmpatienten mit Mitteln der Traditionellen Chinesischen Medizin auch in unserem Kulturkreis wirkt, konnten andere Forschergruppen bereits wissenschaftlich belegen: Eine Studie an der Uniklinik Erlangen hat gezeigt, dass die Therapie mit chinesischen Kräutern beim Reizdarm-Syndrom sehr sinnvoll ist.
Eine andere Studie an dieser Klinik hat den positiven Einfluss von Akupunktur auf Krankheitsaktivität und Verlauf von Morbus Crohn belegt.

Mit beiden Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) behandelt ein Internist chinesischer Abstammung (Dr. Udayana Gendo aus Düsseldorf) schon seit Jahrzehnten seine Patienten. Seine Erfolge seien, so seine Patienten, sensationell, weshalb er auch als Berater der Erlanger Studie gewählt wurde.

2. Therapie mit Weihrauch (Handelname: H15)

Eine ebenfalls viel versprechende Therapieform ist die Behandlung des Morbus Crohn mit Weihrauch.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Hauptwirkstoff des Weihrauchs, die Boswellinsäure, die am Entzündungsgeschehen im Darm beteiligten Botenstoffe (Leukotriene) hemmt. Dadurch vermindert sich die Entzündung im Darm, und die Beschwerden werden gelindert.

Das Besondere an dieser Säure ist, dass sie ausschließlich auf Leukotriene wirkt und nahezu keine Nebenwirkungen verursacht. Außerdem soll die Säure, die hauptsächlich in der indischen Volksmedizin angewandt wird, zukünftigen Krankheitsrückfällen vorbeugen.

Die Wissenschaft geht übrigens noch einen Schritt weiter. Die Boswellinsäure soll nicht nur bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, sondern auch gegen weitere Krankheiten eingesetzt werden, die auf der Vermittlung von Leukotrienen beruhen. Das sind Asthma, chronische Bronchitis, Gicht und entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie die chronische Gelenkentzündung (chronische Polyarthritis). Erste Studien über Asthma bestätigen die Thesen der Forscher.

3. Therapie mit Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren, auch als Fischöl bekannt, werden zwar als nebenwirkungsarmes Naturheilverfahren in der Therapie von Morbus Crohn beschrieben. Fachleute vermissen aber aussagekräftige Studien zu diesem Verfahren, weshalb es umstritten ist.


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