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RATGEBER - Entzündliche Darmerkrankungen

Rinderbakterium MAP als Ursache diskutiert

Seit Jahrzehnten wird diskutiert, ob das Bakterium MAP (Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis) für Morbus Crohn verantwortlich sein könnte. MAP kann bei Rindern, Schafen, Ziegen und vielen anderen Tieren zu einem seuchenartigen Auftreten von Paratuberkulose führen.

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Ähnlich wie bei Morbus Crohn handelt es sich auch hier um eine chronische und unheilbare Darmentzündung.

Wissenschafter der University of Central Florida hatten im Jahr 2004 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ Beweise dafür vorgelegt, dass bei jedem zweiten Morbus-Crohn-Patienten lebende MAP im Blutvorhanden sind.

In früheren Untersuchungen hatten sich Forscher auf Gewebeproben aus entzündlich veränderten Därmen von Patienten konzentriert und hier keine MAP gefunden.

Die Forscher um Saleh A. Naser aber verwendeten mikrobiologische und molekularbiologische Techniken zur Blutuntersuchung.

Das Ergebnis: Das lebende Bakterium konnte aus dem Blut von 14 (50 Prozent) der Patienten mit Morbus Crohn, zwei (22 Prozent) der Patienten mit Colitis Ulcerosa und bei keiner der Personen ohne entzündliche Darmerkrankungen kultiviert werden. Die beiden an Colitis Ulcerosa erkrankten Personen, bei denen MAP nachgewiesen wurde, könnten eine Fehldiagnose darstellen oder Fälle von Zusatzinfektionen.

Möglicherweise ist es dem Bakterium möglich, durch unerhitzte Milch, Rohmilchkäse, Oberflächenwasser und durch mit Gülle gedüngtes Gemüse zum Menschen zu gelangen.

Damit sind zwar immer noch viele Fragen offen. Vor allem beweist die Untersuchung noch nicht, dass MAP eine der Ursachen für Morbus Crohn ist. Vor allem ist noch nicht geklärt, ob MAP die Ursache von Morbus Crohn ist, oder nur eine Begleiterscheinung.

Autorin: Beatrice Wagner
Stand: 6.3.2005


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