Anzeige:
Anzeige:

RATGEBER - Mukoviszidose

Mukoviszidose - Das passiert im Körper

Grob gesagt handelt es sich bei dieser Krankheit um einen generellen Flüssigkeitsentzug aus den Körperzellen, weshalb die Sekrete zäh und lebensbedrohlich werden.

Anzeige:

Die Betroffenen haben eine vermehrte Schweißproduktion, bei der zudem besonders viel Kochsalz (Natriumchlorid) ausgeschieden wird. Denn ein Erbdefekt bewirkt, dass ein bestimmter Eiweißstoff (CFTR-Protein) gestört ist, welcher den Transport von Natrium und Chlorid durch die Zellwände reguliert. Es wird zuviel dieser beiden Substanzen aus den Zellen herausgeschleust. Und Kochsalz zieht Flüssigkeiten an. So entsteht ein Flüssigkeitsmangel, weil das Wasser richtig aus den Zellen herausgesogen wird.

Der Flüssigkeitsentzug aus den Zellen schädigt viele Organe, vor allem nahezu alle Drüsen, die Flüssigkeiten in den Körper abgeben. Z. B. wird das Sekret in den Bronchien ungewöhnlich zäh. Es verschließt die Bronchien, was das Atmen erschwert und außerdem eine Brutstätte für Bakterien bildet. Deshalb sind Mukoviszidose-Patienten so anfällig für Lungenentzündungen. Später stauen sich die Sekrete auch in den größeren Atemwegen. Wenn aber Teile der Lunge nicht mit Luft gefüllt werden, fallen diese in sich zusammen (med.: Atelektase). Dies bedeutet einen beständigen Sauerstoffmangel im Blut. Für über 90 Prozent der Patienten ist dies letztlich das Todesurteil.

Auch die Bauchspeicheldrüse ist von dem Flüssigkeitsentzug betroffen. Ihre Sekrete (der Bauchspeichel, den wir zur Verdauung im Darm brauchen) werden zäh bis beinahe fest, was die Funktion der Drüse lahm legen kann. Deshalb haben Mukoviszidoese-Patienten einen mehr oder weniger fettigen und voluminösen Stuhlgang. Ohne Bauchspeichel werden die Fette und Eiweiße im Nahrungsbrei nämlich nicht aufgespalten und verlassen unverdaut den Darm. Es werden dadurch weniger Nährstoffe und Kalorien aus der Nahrung herausgeholt werden, weshalb die Patienten auch bei großem Appetit unter Auszehrung leiden. Bei Babys ist das besonders deutlich zu sehen: Sie nehmen in den ersten Lebenswochen kaum zu, haben aber einen aufgetriebenen Bauch.

Im Laufe der Jahre bilden sich in der Bauchspeicheldrüse Zysten und es kommt zum bindegewebigem Umbau. Auch die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse werden geschädigt, weshalb viele Patienten auch noch oft einen Diabetes (Typ 1) entwickeln. Das Endstadium ist eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse – eine weitere mögliche Todesursache bei Mukoviszidose. Leider bleibt den Patienten bis dahin aber auch so manche weitere schlimme Komplikation nicht erspart, wie Probleme an Leber, Herz, Niere, Gelenken oder Blutgefäßen.


Aktuelle Meldungen

pixabay / DanaTentis CC0
© pixabay / DanaTentis CC0

11.10.2018

Winterdepression

Wenn die Tage kürzer werden, sinkt mit den Temperaturen oft auch die Stimmung.


pixabay / beachbodydc CC0
© pixabay / beachbodydc CC0

09.10.2018

Fitnesstraining für Zuhause – oder doch besser ins Studio?

Oft stellt man sich die Frage: Wo kann ich besser trainieren? Im Studio an Geräten oder doch lieber Zuhause im Wohnzimmer?


pixabay / Free-Fotos CC0
© pixabay / Free-Fotos CC0

08.10.2018

Gesundheit für die Augen mit einem guten Augenspray

Für Patienten, die unter trockenen Augen leiden, werden Augentropfen oder Augensprays empfohlen.


pixabay / langll CC0
© pixabay / langll CC0

05.10.2018

Kalte Jahreszeit: Erkältungen vorbeugen und das Immunsystem stärken

Wenn es draußen kälter wird, rollt die erste Erkältungswelle der Saison auf uns zu.


123RF / kzenon
© 123RF / kzenon

27.09.2018

Von EMS bis TRX - das passende Fitnesstraining finden

Jedes Jahr werden neue Methoden vorgestellt, die dabei helfen sollen, Muskeln aufzubauen und fit zu werden.



Newsletter Abbonieren



Aktuelles Wetter



Wissen-Gesundheit im Netz

socials




loader