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RATGEBER - Reizmagen

Reizmagen, funktionelle Dyspepsie, nervöser Magen

Der Bauch tut weh, ständig ist einem übel und gelegentlich muss man sich sogar übergeben.
An einem anderen Tag bringt man kein Essen hinunter oder es treten Blähungen und Sodbrennen auf.

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Die aufgesuchten Ärzte können zwar einen Druckschmerz feststellen, aber eine schwere krankhafte Veränderung des Magens, wie sie etwa durch Krebs, ein Magengeschwür oder Erkrankungen an Gallenblase, Leber und Bauchspeicheldrüse verursacht werden, lässt sich nicht finden.

Im Freundes- und Bekanntenkreis gilt ein solcher Mensch schnell als Hypochonder.
Und beim Betroffenen entsteht leicht der Eindruck, dass der Mediziner ihn lediglich zu "trösten" versucht, wenn er sagt, dass keine bösartige Erkrankung, sondern nur ein "nervöser Magen" vorliegt.

Doch beim "nervösen Magen" handelt es sich um eine ernsthafte Krankheit, die zwar nicht lebensbedrohlich ist, aber dennoch durch die dauernden oder immer wiederkehrenden Beschwerden die Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit des Betroffenen beträchtlich mindern kann.

"Reizmagen" oder "funktionelle Dyspepsie" sind weitere Bezeichnungen für die Erkrankung, bei welcher die Patienten unter wiederkehrenden Oberbauchbeschwerden leiden, ohne dass ein krankhafter Befund durch den Arzt erhoben werden kann.

Schätzungen zufolge leiden 10 bis 30 Prozent der Bevölkerung unter Störungen der Magen- oder Darmfunktion. Bei jedem Dritten von ihnen sind sogar beide Organe betroffen.

Oft gehen die Symptome ineinander über, so dass der Arzt schwer zwischen einem Reizmagen und einem Reizdarm unterscheiden kann.

Zwar gibt es mittlerweile eine Erklärung dafür, wie die Schmerzen zustande kommen: Es handelt sich um Krämpfe der glatten Magen- und Darm-Muskulatur, die in eine Dauerkontraktion übergehen können.

Diese Krämpfe sind bei besonders empfindlichen Menschen vermutlich übersteigerte Reaktionen auf meist leichtere Schmerzen im Bereich des Bauches.

Wieso diese übertriebenen - nicht steuerbaren - Reaktionen zustande kommen, ist ungeklärt. Es gibt mehrere verschiedene Ursachen, die die Magenkrämpfe auslösen können.


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