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RATGEBER - Schilddrüse

Die Hypothyreose oder Unterfunktion der Schilddrüse

Kurz gesagt bedeutet Unterfunktion, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Dem Körper fehlen Schilddrüsenhormone.

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Anzeichen einer Unterfunktion sind zum Beispiel: Lustlosigkeit, Müdigkeit, Depressionen, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut, Gewichtszunahme, Verstopfung, Muskelkrämpfe.

Ursachen können sein: Entzündungen der Schilddrüse, angeborene Schilddrüsen-Entwicklungsstörungen, Schilddrüsenoperationen und Radiojodbehandlung, Strahlenbehandlungen der Halsregion oder bestimmte Medikamente.

Kann die Schilddrüse die lebenswichtigen Hormone nicht selbst herstellen, bekommt sie der Körper ersatzweise durch Schilddrüsenhormontabletten geliefert.

In den folgenden Abschnitten finden Sie mehr zu den angesprochenen Punkten.

Ursachen der Unterfunktion

Selten ist die Ursache einer Hypothyreose extremer Jodmangel, am häufigsten steckt eine chronische Entzündung (Thyreoiditis) dahinter.

Aber auch eine akute Entzündung, eine vorausgegangene Schilddrüsenoperation, eine Radiojodbehandlung, eine Bestrahlung im Halsbereich zum Beispiel im Rahmen einer Lungenkrebstherapie, eine hochdosierte Jodbelastung (z.B. nach Röntgenkontrastgabe) oder selten eine Fehlsteuerung der Hirnanhangdrüse können die Unterfunktion verursachen.

Bestimmte Medikamente wie Thyreostatika oder Lithium können ebenfalls ausreichende Hormonspiegel verhindern.

Bei einem von 4000 Säuglingen ist die Unterfunktion angeboren, sie haben zum Teil gar keine Schilddrüse.

Symptome der Unterfunktion

Fehlen Schilddrüsenhormone, läuft der Stoffwechsel zu langsam. Folgende Symptome können sich einstellen:

  • Müdigkeit
  • Leistungs- und Konzentrationsmangel
  • Desinteresse
  • Depressionen
  • Kälteempfindlichkeit
  • Schlafstörungen
  • großes Schlafbedürfnis
  • Impotenz
  • Libidostörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • starke Menstruationsblutungen
  • Zyklusstörungen bis zum Ausbleiben der Menstruation
  • Wehenschwäche
  • Früh- und Fehlgeburten
  • Stuhlverstopfung
  • Übergewicht
  • Wassereinlagerungen (Ödeme) durch verminderte Nierenleistung
  • Blutarmut
  • Schwerhörigkeit
  • geringe Merkfähigkeit
  • geistige Trägheit
  • langsamer Puls
  • geringe Körpertemperatur
  • raue, heisere Stimme
  • kloßige, verwaschene Sprache
  • dicke, plumpe Finger
  • schlaffe Muskeln
  • Muskelkrämpfe
  • Einschlafen von Armen und Beinen
  • struppige und langsam wachsende Haare
  • lichte Augenbrauen
  • brüchige Fingernägel mit Rillen, Riffen und Flecken
  • blasse und trockene Haut.

Selbstverständlich finden sich nicht alle Symptome bei jedem Patienten. Oft verbirgt sich die Unterfunktion hinter wenigen Symptomen.

Diagnose der Unterfunktion

Die Diagnose wird durch Blutuntersuchungen gesichert.

Bei einer Unterfunktion ist der TSH-Wert erhöht, die Schilddrüsenhormone T3 und T4 liegen zu niedrig.

Darüber hinaus zeigen sich oft als Folge des verlangsamten Stoffwechsels erhöhte Fett- und Cholesterinwerte.

Weitere Blutwerte wie Antikörpertests und eine Ultraschalluntersuchung, eventuell sogar ein Szintigramm oder eine Gewebeprobe sollen die Ursache der Unterfunktion klären.

Behandlung der Unterfunktion

Unabhängig von der Ursache gibt es bei einer Unterfunktion nur eine sinnvolle Behandlung: Schilddrüsenhormone einnehmen.

So werden der Stoffwechsel und alle vom Schilddrüsenhormon abhängigen Vorgänge wieder aktiviert und es geht Ihnen bald besser. 

Am besten steigt man mit einer niedrigen Dosis ein und steigert sie, bis der Normalzustand erreicht ist.
Dies gilt besonders für ältere Menschen oder Personen mit Herzschäden. Gerade wenn der Körper längere Zeit auf Sparflamme geschaltet hatte, braucht er Zeit, bis alles wieder im Lot ist.

Die richtige Hormonmenge richtet sich nicht nur nach den Blutwerten, sondern auch nach dem individuellen Befinden des Patienten. Und es gibt Spielraum.

Mancher verträgt nur eine relativ geringe Dosis und fühlt sich bei laborchemisch grenzwertiger Unterfunktion schon auf Hochtouren, während andere trotz hochdosierter Einnahme ihr Gewichtsproblem oder die Müdigkeit nicht in den Griff bekommen. Letzteren hilft oft ein T4-T3-Kombipräparat.

Je nach Ursache der Unterfunktion sind weitere Begleitmaßnahmen sinnvoll.


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