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RATGEBER - Schilddrüse

Blutuntersuchungen

Die Blutuntersuchung ist sehr aufschlussreich im Hinblick auf die Funktion der Schilddrüse.

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Da sich die Normbereiche bei verschiedenen Testverfahren unterscheiden, steht auf Ihrem Laborbefund der für Sie relevante Normbereich in Klammern hinter Ihrem gemessenen Blutwert. Und nur das ist für Sie maßgeblich.

Im Folgenden finden Sie eine Erklärung der einzelnen Blutwerte.

Der basale TSH-Wert

Mit dem Hormon TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon, also ein die Schilddrüse stimulierender Botenstoff) steuert die Hirnanhangdrüse die Produktion der Schilddrüsenhormone.

Schickt die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) TSH über die Blutbahn zur Schilddrüse, ist das dort ein Signal zur Schilddrüsenhormonproduktion.

Findet sich also viel TSH im Blut, bedeutet dies, dass die Schilddrüse zu einer Hormonproduktion aufgefordert wird, weil der Körper nach mehr Schilddrüsenhormon verlangt. Bei einer trägen Schilddrüsenarbeit, der Unterfunktion, findet sich im Blut viel TSH.

Umgekehrt ist es, wenn der Körper unter einer Schilddrüsenüberfunktion leidet. In diesem Fall befinden sich zu viele Schilddrüsenhormone im Körper.
Jetzt will die Hirnanhangdrüse auf keinen Fall die Schilddrüse weiter dazu auffordern, Hormone zu produzieren. Deshalb findet sich bei einer Überfunktion kein nachweisbares TSH im Blut. 

Liegt der TSH-Wert im Normbereich, ist eine Schilddrüsenfunktionsstörung, also eine Über- oder Unterfunktion, weitgehend ausgeschlossen.

Die Schilddrüsenhormone T4 und T3

T4 und T3 sind die Abkürzungen für die beiden Schilddrüsenhormone, die im Blut zirkulieren.

Das Gesamt T4 oder Gesamt T3 ist die Summe der freien sowie der an Trägerproteine gebundenen Schilddrüsenhormone.

Veränderungen der Trägerproteine, zum Beispiel durch weibliche Hormonwirkungen, können zu Fehlbeurteilungen der Hormonmenge im Blut führen.

Deshalb lässt man am besten die freien, nicht an Trägereiweiße gebundenen Hormone bestimmen: fT4 und fT3. Das "f" steht in dieser Abkürzung für "frei".

Sind diese Werte zu hoch, spricht man von Überfunktion, sind sie zu niedrig, von Unterfunktion.

Die Werte TSH, fT3 (T3), fT4 (T4)

Liegt der TSH-Wert nicht im Normbereich, während für die Schilddrüsenhormone fT3 (T3) und fT4 (T4) normale Werte zu beobachten sind, dann spricht man von einer latenten, „versteckten“ Fehlfunktion.

Die Schilddrüsenerkrankung befindet sich gerade im Anfangsstadium, oder die Schilddrüse kann noch mit letzter Kraft die Krankheit ausgleichen.

TRH-Test

In manchen Fällen ist trotz der Bestimmung der Schilddrüsenhormonwerte und des die Schilddrüse stimulierenden Hormons TSH nicht eindeutig zu bestimmen, ob eine versteckte Über- oder Unterfunktion vorliegt.
In diesem Fall wird überprüft, ob die Hirnanhangdrüse überhaupt dazu in der Lage ist, ausreichend viel TSH auszuschütten.

Dazu wird zuerst der normale (basale) Wert des TSH, welches die Schilddrüse kontrolliert, gemessen. Dann wird dem Patienten das Hormon des Zwischenhirns (Hypothalamus), (TRH), verabreicht, d.h. entweder in die Vene gespritzt oder in die Nase gesprüht.

Nach ca. 30 Minuten sollte die Hirnanhangdrüse mit einer Ausschüttung von TSH reagiert haben. Deshalb wird nach dieser Zeit erneut der TSH-Wert im Blut gemessen. Dann werden der basale und der stimulierte TSH-Wert miteinander verglichen.

Liegt der Anstieg innerhalb des Normbereichs, bedeutet dies, dass die Hirnanhangdrüse richtig funktioniert und die Ursache der Über- oder Unterfunktion in  der Schilddrüse selbst zu suchen ist.

Der TRH-Test wird heutzutage so gut wie nicht mehr durchgeführt.

Schilddrüsenantikörper

Bei einem Verdacht auf Autoimmunerkrankungen werden die Schilddrüsenantikörper bestimmt. Das sind Abwehrstoffe, die sich gegen die Schilddrüse richten:

TSH-Rezeptor AK (TRAK), TPO AK (früher MAK), Tg AK (TAK)

TRAK normal unter 9 U/l

TPO AK normal bis 100IU/l

Tg AK normal bis 100 U/ml

Sind sie deutlich erhöht, zeigen sie eine körpereigene Abwehr gegen Strukturen der Schilddrüsenzellen an.

Die Laborergebnisse müssen im Zusammenhang mit den übrigen Befunden interpretiert werden.
Denn einige wenige Patienten zeigen trotz ihrer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse keine hohen Antikörper-Befunde. Andere haben erhöhte Antikörper im Blut, obwohl die Schilddrüse intakt ist.

Thyreoglobulin

Das Thyreoglobulin Tg ist das Speichereiweiß der Schilddrüsenhormone.

An diesen Stoff gebunden, wird der Hormonvorrat in den Schilddrüsenbläschen (Follikel) gelagert und kann nach Bedarf über die Blutgefäße in den Körper freigesetzt werden.

Bei einer gesunden Schilddrüse findet man im Blut weniger als 50 ng/ml von Tg.
Wurde die Schilddrüse komplett entfernt, kann man auch kein Tg mehr finden.

Daher wird nach Schilddrüsenkrebsoperationen das Tg kontrolliert. Es darf 2 ng/ml nicht überschreiten. Ansonsten muss man befürchten, dass neues Gewebe nachgewachsen ist.

Kalzitonin (Calcitonin)

Die C-Zellen liegen zwischen den Schilddrüsenbläschen und produzieren als sogenannte Untermieter der Schilddrüse Kalzitonin.

Von ihnen kann wie von allen Körperzellen auch ein bösartiges Wachstum ausgehen.

Die Tumorzellen produzieren im Übermaß Kalzitonin. Es fällt als erhöhter Wert in der Blutuntersuchung auf.


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