Anzeige:
Anzeige:

RATGEBER - Schilddrüse

Schwangerschaft und Jodsubstitution

Vier von fünf Schwangeren sind in Deutschland nicht ausreichend mit Jod versorgt. Dabei ist die werdende Mutter der Jodlieferant für das Ungeborene.

Anzeige:
Sie benötigt gerade in dieser Zeit besonders viel Jod für ihren eigenen Stoffwechsel und verliert zudem über ihre Niere mehr Jod als sonst. Daher steigt in der Schwangerschaft der Jodbedarf auf etwa 230 bis 260 Mikrogramm pro Tag.

Über die normale Ernährung nehmen wir durchschnittlich nur etwa 70 – 110 Mikrogramm Jod zu uns.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ab dem 4. Schwangerschaftsmonat eine tägliche Zufuhr von 230 Mikrogramm Jod.

Schwangere sollten auf jodierte Lebensmittel achten und öfter Seefisch auf den Speiseplan setzen.
Allerdings lässt sich der erhöhte Jodbedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit meist nicht allein über die Ernährung decken, sondern muss notfalls über Jodidtabletten sichergestellt sein.

Der Arbeitskreis Jodmangel empfiehlt Schwangeren die tägliche Einnahme von 200 Mikrogramm Jod.

Gefahren eines Jodmangels für Mutter und Ungeborenes

Ein Jodmangel gefährdet nicht nur die Gesundheit der Mutter, sondern auch die geistige und körperliche Entwicklung des werdenden Kindes.

Etwa ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel wird das Ungeborene über den Mutterkuchen (Plazenta) nicht mehr ausreichend mit mütterlichen Schilddrüsenhormonen versorgt.

Das Kind kann und muss seine Hormone jetzt selbst herstellen und braucht daher Jod. Wenn es dies nicht bekommt, wird der Säugling möglicherweise schon mit einem Kropf geboren.

Ein Jodmangel kann auch bei der Mutter zu einer Kropfbildung und im Extremfall zur Unterfunktion führen. Dies bedeutet ein Gesundheitsrisiko für Mutter und Kind über den gesamten Zeitraum der Schwangerschaft hinweg.
Zudem ist bei der Geburt mit Wehenschwäche zu rechnen. Fehl- und Frühgeburten kommen häufiger vor.

Wichtig ist daher neben der Jodsubstitution eine optimale Behandlung der eventuell gegebenen Unterfunktion mit Schilddrüsenhormontabletten.

Behandlung einer werdenden Mutter mit Schilddrüsenhormonen

Werdende Mütter, die mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden, sind auch ohne Jod vor einer Unterfunktion geschützt, ihr ungeborenes Baby ist es aber nicht.

Denn ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel werden die Schilddrüsenhormone in nicht mehr ausreichendem Maß über den Mutterkuchen zum Ungeborenen geliefert.
Das Kind stellt seine Hormone jetzt selbst her und ist daher auf eine ausreichende Jodversorgung angewiesen.

Deshalb sollten Schwangere zusätzlich Jod einnehmen. Sie sollten außerdem kontrollieren lassen, ob die Dosis der eingenommenen Schilddrüsenhormone während der Schwangerschaft eventuell erhöht werden muss.


Aktuelle Meldungen

KI-generiert
© KI-generiert

15.09.2026

Im Alter zu Hause bleiben: Wie Familien passende Unterstützung organisieren

Für viele Menschen ist das eigene Zuhause weit mehr als nur ein Wohnort. Es steht für Vertrautheit, Selbstständigkeit und einen Alltag, der über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen ist.


KI generiert
© KI generiert

14.09.2026

Training und Regeneration: Warum Erholung genauso wichtig ist wie Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Alltags und wer seine Fitness optimieren möchte, hat dabei oft direkt die nächste Trainingseinheit im Kopf.


pexels / Ennie Horvath
© pexels / Ennie Horvath

04.09.2026

Wie funktioniert Augenlasern und für wen ist es geeignet?

Millionen Deutsche greifen täglich zu Brille oder Kontaktlinsen, um ihre Sehschwäche zu korrigieren. Doch was, wenn es eine dauerhafte Alternative gäbe?


Adobe Stock / Sonja Birkelbach
© Adobe Stock / Sonja Birkelbach

26.08.2026

Bitterstoffe: Warum ein Geschmack aus der Ernährung fast verschwunden ist

Süß, salzig, sauer und umami begegnen den meisten Menschen im Alltag ständig, während bitter zunehmend aus der Ernährung verschwunden ist.


KI generiert
© KI generiert

23.07.2026

Was fördert die Heilung nach einer Zahnoperation?

Ein zahnchirurgischer Eingriff wie das Entfernen eines Weisheitszahns oder eine Wurzelspitzenresektion belastet den Körper spürbar und erfordert daher in der Folgezeit eine besondere Aufmerksamkeit.



Newsletter Abbonieren



Wissen-Gesundheit im Netz

socials




loader