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RATGEBER - Schilddrüse

Überfunktion in der Schwangerschaft

Gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, dass die Schilddrüsenüberfunktion behandelt wird und eine normale Stoffwechsellage entsteht.

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Denn eine unbehandelte Überfunktion erhöht das Risiko von Früh-, Fehl- und Totgeburten. Zudem steigt das Risiko einer Missbildung des Kindes.

Deshalb sind die medikamentöse Behandlung der Überfunktion und regelmäßige ärztliche Kontrollen besonders wichtig.

In der Schwangerschaft werden die Medikamente, welche die Überfunktion bremsen (Thyreostatika), so niedrig dosiert, dass die Nebenwirkungen für das Kind nicht schädlich sind. 

Schwanger trotz Basedow-Erkrankung

Bei dieser Form der Schilddrüsenüberfunktion stimulieren bestimmte Antikörper, die TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK), die Schilddrüsenhormonproduktion.

Die Antikörper passieren problemlos den Mutterkuchen und können beim Ungeborenen ebenfalls eine Überfunktion auslösen.

Da die Mutter mit Schilddrüsenblockern (Thyreostatika) behandelt wird und auch diese über den Blutweg zum Ungeborenen gelangen, funktioniert die Schilddrüse bei Mutter und Kind meist normal.

Probleme können nach der Geburt für das Baby entstehen. Die Thyreostatika sind recht schnell verbraucht, die mütterlichen Antikörper können aber noch ca. drei Monate lang weiter im Körper des Babys wirken.
Daher werden Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft sehr hohe TRAK-Werte hatten, in ihren ersten Lebensmonaten sehr aufmerksam untersucht und beobachtet. 


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