Anzeige:
Anzeige:

RATGEBER - Schilddrüse

Thyreostatika

Thyreostatika sind die "Bremser" der Schilddrüsenhormonproduktion. Daher werden sie bei einer krankmachenden Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt.

Anzeige:

Die verschiedenen Medikamente wirken auf unterschiedliche Weise.

Perchlorate (z. B. "Irenat®-Tropfen") behindern die Jodaufnahme und somit den Nachschub an Bausteinen für die Hormonproduktion.

Wirkstoffe wie Carbimazol, Thiamazol oder Propycilthiouracil blockieren den Zusammenbau der Schilddrüsenhormone. Mit den bereits kompletten Hormonen muss der Körper selbst fertig werden. Daher dauert es etwa sechs Tage, bis eine spürbare Wirkung eintritt.

Die Dosierung der Thyreostatika ist sehr individuell. Generell wird zunächst eine hohe Eingangsdosis gegeben. Ist es gelungen, mit den Thyreostatika die Überproduktion "herunterzubremsen", kann die Dosis reduziert werden.

Nebenwirkungen von Thyreostatika

Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Hautreaktionen, Juckreiz, Haarausfall, Augenentzündungen. Diese Beschwerden kommen relativ häufig vor.

Möglich sind auch Geruchs- und Geschmackstörungen, Oberbauchbeschwerden, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen, wobei diese unerwünschten Wirkungen selten auftreten.

In vereinzelten Fällen sind schwerwiegende Leberschädigungen und Schädigungen des Knochenmarks möglich.
Da das Knochenmark zum blutbildenden System gehört, müssen in regelmäßigen kurzen Abständen das Blutbild und die Leberwerte durch Blutuntersuchungen kontrolliert werden.

Schwere Nebenwirkungen kündigen sich oft durch Fieber und Halsschmerzen an.
Wer Thyreostatika einnimmt, sollte bei solchen Symptome also nicht an eine Erkältung denken und abwarten, sondern sofort den Arzt aufsuchen.

Zur Einnahmedauer von Thyreostatika

Da die Thyreostatika erhebliche Nebenwirkungen haben können, ohne dass sie die Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion beseitigen, werden sie nur eingesetzt, um eine Wartezeit bis zu einer Operation oder einer Radiojodtherapie zu überbrücken.

Anders sieht es bei einem Morbus Basedow aus. Hier gibt es erfahrungsgemäß bei längerer Einnahme von Thyreostatika spontane Heilungen, wobei der Wirkmechanismus unbekannt ist.
Daher beginnt die Therapie dieser Krankheit mit einer etwa einjährigen Einnahme von Thyreostatika. Es folgt das Absetzen dieser Medikamente.

Bei etwa 20 Prozent der Patienten ist die Überfunktion jetzt dauerhaft verschwunden.

Gehört man nicht zu den Glücklichen, flackert sie sofort oder auch Jahre später wieder auf. Dann sollte man sich für eine Operation oder Radiojodbehandlung entscheiden.


Aktuelle Meldungen

KI-generiert
© KI-generiert

15.09.2026

Im Alter zu Hause bleiben: Wie Familien passende Unterstützung organisieren

Für viele Menschen ist das eigene Zuhause weit mehr als nur ein Wohnort. Es steht für Vertrautheit, Selbstständigkeit und einen Alltag, der über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen ist.


KI generiert
© KI generiert

14.09.2026

Training und Regeneration: Warum Erholung genauso wichtig ist wie Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Alltags und wer seine Fitness optimieren möchte, hat dabei oft direkt die nächste Trainingseinheit im Kopf.


pexels / Ennie Horvath
© pexels / Ennie Horvath

04.09.2026

Wie funktioniert Augenlasern und für wen ist es geeignet?

Millionen Deutsche greifen täglich zu Brille oder Kontaktlinsen, um ihre Sehschwäche zu korrigieren. Doch was, wenn es eine dauerhafte Alternative gäbe?


Adobe Stock / Sonja Birkelbach
© Adobe Stock / Sonja Birkelbach

26.08.2026

Bitterstoffe: Warum ein Geschmack aus der Ernährung fast verschwunden ist

Süß, salzig, sauer und umami begegnen den meisten Menschen im Alltag ständig, während bitter zunehmend aus der Ernährung verschwunden ist.


KI generiert
© KI generiert

23.07.2026

Was fördert die Heilung nach einer Zahnoperation?

Ein zahnchirurgischer Eingriff wie das Entfernen eines Weisheitszahns oder eine Wurzelspitzenresektion belastet den Körper spürbar und erfordert daher in der Folgezeit eine besondere Aufmerksamkeit.



Newsletter Abbonieren



Wissen-Gesundheit im Netz

socials




loader