RATGEBER - Sodbrennen
Wie wird Sodbrennen behandelt?
Der Arzt wird erst einmal in Ihre Speiseröhre hineinschauen um festzustellen, ob die aufquellende Magensäure schon zu Schädigungen in der Speiseröhrenschleimhaut geführt hat. Ist dies der Fall, wird der Arzt auf jeden Fall ein schnellwirksames Medikament verschreiben. Dies ist ein sogenannter Protonenpumpenhemmer, der dafür sorgt, dass nicht mehr soviel Magensäure produziert wird. Meist geht es um weniger akute Fälle. Dann ist eine Behandlung mit Kombinationen aus Pflanzenauszügen sinnvoller, die an mehreren Ursachen gleichzeitig ansetzen.
So stoppen Auszüge vor allem aus der Bitteren Schleifenblume (Iberis amara), aber auch aus Kamillenblüten, Angelikawurzeln und Mariendistelfrüchten eine übermäßige Säureproduktion. Die Bittere Schleifenblume, sowie Kümmelfrüchte, Süßholzwurzeln und Pfefferminzblätter stoppen Entzündungen. In Kombination können solche Magenpflanzen den überaktiven Magen entkrampfen, die Darmbewegungen aktivieren, entzündungshemmend, wundheilend und leicht schmerzhemmend wirken. Mutter Natur alleine kann aber nicht helfen, wenn Sie nicht aktiv mit dabei sind. Ein Abbau von Übergewicht ist wichtig. Genauso wichtig ist es, dass Sie die Speisen unbedingt meiden, die bei Ihnen immer wieder Sodbrennen auslösen.
In seltenen Fällen muss trotzdem operiert werden, vor allem, wenn sich nach einer sechsmonatigen Behandlung das Sodbrennen nicht verbessert. Mit der Radiowellenfrequenztherapie führen kleine Stromstöße dazu, dass die Speiseröhrenwand verdickt und unempfindlicher wird. Und mit der Schlüssellochchirugie kann bei einer Schließmuskelschwäche der Magen an seinen Platz zurückgedrängt und der Schließmuskel gestrafft werden.








