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RATGEBER - Darmkrebs

Früherkennung

Da sich der Darmkrebs meist erst dann durch Beschwerden bemerkbar macht, wenn es für eine Heilung schon fast zu spät ist, müssen alle Anstrengungen der Früherkennung unternommen werden. Gerade beim Darmkrebs ist die Chance zur Früherkennung besonders günstig, da sich dieser fast immer aus Wucherungen, so genannten Polypen, oder Adenomen, entwickelt. Diese sind zunächst klein, gutartig und ungefährlich. Über einen Zeitraum von 8 bis 14 Jahren kann sich daraus aber ein Krebs entwickeln. Man hat also viel Zeit zur Früherkennung. Zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung gehört die Dickdarmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr und dann wieder nach 10 Jahren. Aber auch die Austastung des Mastdarms mit dem Finger des Arztes gehört zur Früherkennungsuntersuchung. Immerhin werden durch diese Austastung 60 Prozent aller Mastdarmtumore entdeckt.

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Im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung wird zudem jährlich der Hämoccult-Test ab dem 50. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Ist er jetzt bei Ihnen positiv, so heißt das nur, dass nicht sichtbares (okkultes) Blut im Stuhl entdeckt wurde. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Aber in etwa 10 Prozent der Fälle lautet die Ursache tatsächlich Krebs. Wichtig ist aber, dass Sie jedes Jahr diesen Test durchführen lassen, da ein eventuell vorhandener Polyp oder ein Adenom im Darm über die Jahre wächst. Mit dem Wachstum nimmt auch die Tendenz zum Bluten und damit die Wahrscheinlichkeit eines positiven Testergebnisses zu. Bei einer Entwicklungszeit vom Polyp oder Adenom bis zum Darmkrebs von ca. 8 bis 14 Jahren bestehen also auch gute Chancen, mit dem Hämoccult-Test diesen Vorgang rechtzeitig zu entdecken und durch Entfernung des Polyps oder Adenoms zu verhindern.


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