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RATGEBER - ADHS

Diagnose von ADHS

Zur Diagnose kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:

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Befragungen und Gespräche mit Bezugspersonen: wie Eltern, (älteren) Kindern/Jugendlichen, Erzieher/Lehrer. Dies ergibt einen umfassenden Blick auf die Lebensgeschichte des Patienten und ist die wichtigste diagnostische Maßnahme.

Klinischer Untersuchungsbefund: Hier wird untersucht, ob der Patient ansonsten unter Begleiterkrankungen leidet oder die Beschwerden durch andere Krankheitsbilder ausgelöst werden. Denn möglicherweise beeinflussen z. B. die Schilddrüsenfunktion, Ekzeme, Atemwegsallergien, Hör- und Sehschwächen das Verhalten.

Eine häufige Begleiterscheinung von ADHS sind Koordinationsstörungen.

Bei der Untersuchung achtet der Arzt auch auf auffälliges Verhalten während der Untersuchung (Kooperationsfähigkeit, Gestik, Mimik, Sprache, Geräusche).

Standardisierte Fragebögen: Diese werden zur Unterstützung eingesetzt. Sie erfassen bestimmte typische Verhaltensweisen.

Weitere Methoden sind: testpsychologische Untersuchungen auf Teilleistungsstörungen, die Videodiagnostik und der sogenannte Qb-Test aus den USA zur Bestimmung des Aufmerksamkeitsdefizits und der Hyperaktivität.

Hirnstrommessungen (EEG) werden durchgeführt, falls eine medikamentöse Behandlung erfolgen soll, um verborgene Anfallsleiden (Epilepsie) auszuschließen, die sich unter einer medikamentösen Behandlung verschlechtern.

Untersuchungsmethoden wie die Computertomographie, die Kernspintomographie oder die Hirnstrommessung (EEG) lassen bislang allerdings keine eindeutigen Anzeichen für ADHS erkennen. Sie dienen teilweise nur zum Ausschluss anderer Krankheitsbilder.

Deshalb ist die persönliche Lebensgeschichte der Betroffenen ein entscheidend wichtiger Anhaltspunkt für die richtige Diagnose.


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