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RATGEBER - ADHS

Was ist ADHS?

ADHS ist eine alte Krankheit, die bereits vor 2.500 Jahren vom griechischen Arzt Hippokrates beschrieben wurde.

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Die erste systematische medizinische Untersuchung stammt von dem britischen Kinderarzt George Frederic Still, der in einer Artikelserie des Royal College of Physicians 1902 das Krankheitsbild beschrieb.

Der Begriff ADHS ist seit Anfang der 80er Jahre gebräuchlich, er steht für Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitäts Störung.

Diese offizielle Definition stammt von der American Psychiatric Association, die ein Handbuch mit Definitionen und Beschreibungen herausgibt, weshalb man auch von ADHS nach DSM IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, IV. Auflage) spricht.

Die gängige heutige Meinung von Psychiatern und Forschern besteht darin, dass ADHS eine relative Unfähigkeit darstellt, sein eigenes Verhalten zu steuern und zu organisieren.
Diese Unfähigkeit kommt durch eine Beeinträchtigung im Frontalhirn zustande, höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um einen erblich bedingten Dopaminmangel.

Dopamin ist ein so genannter Botenstoff des Nervensystems. Er gibt beispielsweise die Befehle des Nervensystems an die Muskulatur weiter, steuert also die körperliche Aktivität. Er beeinflusst das Empfinden von Glück, Freude und Zuversicht.

Dass bei ADHS-Patienten irgendetwas am Stoffwechsel dieses so wichtigen Botenstoffes gestört ist, wurde erstmals 1998 mittels eines modernen bildgebenden Verfahrens (PET) in den USA bewiesen und kurz darauf noch einmal in einer Münchener Studie bestätigt.

Trotzdem ist die Rolle des Dopamins bei ADHS noch nicht restlos geklärt. Gesichert ist jedenfalls, dass es sich bei ADHS um eine ererbte Stoffwechselstörung handelt, die unter bestimmten Bedingungen zum Ausbruch kommt.

Und dann sind die Betroffenen den Symptomen mehr oder weniger ausgeliefert. Ermahnungen wie „Sitz doch endlich mal still“, oder „du musst dich einfach nur konzentrieren“ nutzen deshalb nichts oder sehr wenig.


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