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RATGEBER - Ängste

So entstehen Angstgefühle

Jahrhundertelang haben die Forscher gegrübelt, wie die Angstgefühle und die Körperreaktionen zusammenhängen. Dieses Rätsel ist mittlerweile gelöst. Hirnforscher unterscheiden nämlich zwischen einer schnellen unbewussten und einer langsameren bewussten Reaktion. Bei der schnellen Reaktion wird das, was man sieht, hört oder fühlt, auf einer Schnellbahn zu einer Gehirnstruktur mit dem schönen Namen Mandelkern (Amygdala) geleitet. Dieser veranlasst sofort und ohne Umwege Starre oder Flucht, Erhöhung des Blutdrucks und Ausschüttung von Stresshormonen.

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Die Informationen der Sinnesorgane gelangen aber auch zusätzlich zum Stirnhirn (sensorische Großhirnrinde). Hier erfährt das Bewusstsein den Auslöser der Angst. Das folgende Beispiel veranschaulicht die wissenschaftliche Erklärung: Im Halbdunkel erblicken wir unten in der Zimmerecke aus dem Augenwinkel heraus ein fürchterliches haariges Etwas. Eine Riesenspinne, die mit exotischen Früchten in unsere Wohnung gekommen ist? Das schießt einem durch den Kopf und das Herz bleibt einem fast stehen. Wenn man dann genauer hinschaut, sieht man, dass die Katze ein Wollknäuel liegengelassen hat, oder die kleine Tochter ein Spielzeug. Man atmet tief durch und beruhigt sich wieder.  


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