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RATGEBER - Alkoholismus & Medikamentensucht

Co-Leidende: Die Familie

Ich habe mich bislang nur auf die Betroffenen selbst konzentriert. Eine Sucht ist allerdings auch für Familienmitglieder belastend. Sie müssen machtlos zusehen, wie der geliebte Partner oder ein Elternteil sich entfremdet und ihr Leben immer mehr der Sucht opfern. Anfangs versuchen die Angehörigen, dieses Verhalten vor der Umwelt zu decken und den Partner in Schutz zu nehmen. Sie versuchen auch, Verständnis zu zeigen und den Beteuerungen des Abhängigen zu glauben, dass er das Trinken etc. „ab morgen“ sein lässt. Beides hilft wenig.

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Natürlich dürfen Sie nicht tatenlos zusehen, wie sich jemand mit einer Sucht zugrunde richtet, sonst machen Sie sich mitschuldig. Am besten ist, Sie weisen den Betroffenen immer wieder darauf hin, dass er / sie zuviel trinkt oder zu viele Tabletten einnimmt. Bieten Sie ihm Gespräche an, suchen Sie ihm Adressen heraus. Doch mehr können Sie nicht tun, den ersten Schritt, die Hilfsangebote auch anzunehmen, muss der Süchtige selbst tun. Ein liebender Partner ist dabei eine wichtige Unterstützung für den Entzug und hilft, die doch hohe Gefahr der Rückfälligkeit zu senken.
 


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