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RATGEBER - Depressionen

So lassen sich Rückfälle verhindern

Ungefähr jeder dritte Depressive wird nur ein Mal in seinem Leben depressiv. Diese Betroffenen können durch eine Behandlung komplett gesund werden, so dass dies wahrscheinlich die einzige depressive Episode in ihrem Leben bleiben wird.

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Bei zwei von drei Betroffenen kommt es dagegen zu mehr oder weniger schweren Rückfällen.
Laut dem Kompetenznetz Depressionen (http://www.kompetenznetz-depressionen.de), einem Zusammenschluss von Depressionsexperten, lässt sich die Rückfallgefahr jedoch verringern, wenn man bereits in einem sehr frühen Stadium mit einer effektiven medikamentösen Behandlung beginnt.

Die medikamentöse Langzeitbehandlung – auch „Phasenprophylaxe“ genannt – stellt eine wichtige Möglichkeit der Rückfallvorbeugung dar. In diesem Fall soll die Einnahme entsprechender Medikamente über einen längeren Zeitraum das Auftreten neuer depressiver Phasen verhindern.

Für die Langzeitbehandlung wird vor allem Lithium eingesetzt, dessen vorbeugende Wirkung wissenschaftlich sehr genau untersucht worden ist. Wie bereits erwähnt, wird Lithium besonders häufig bei der Behandlung von manischen Depressionen eingesetzt.

Durch diese Therapie halbiert sich die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls. Die schützende Wirkung setzt jedoch erst nach ungefähr einem halben Jahr ein. Von daher sollte mit der vorbeugenden Behandlung rechtzeitig begonnen werden.
Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit von Lithium und Natrium (Kochsalz) kann es jedoch zu einer Reihe bereits erwähnter Nebenwirkungen wie häufigem Wasserlassen, Magen-Darm-Beschwerden oder Muskelzittern kommen.

Neuerdings werden in der Therapie Manisch-Depressiver neben Lithium auch Anti-Epileptika eingesetzt. Mit diesen Medikamenten werden eigentlich Menschen, die unter epileptischen Anfällen leiden, behandelt. Wie die Erfahrung zeigt, vertragen manisch-depressive Patienten die – relativ kostengünstigen – Anti-Epileptika oft besser als Lithium.


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