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RATGEBER - Depressionen

Endlich mehr Selbstvertrauen

Depressive und depressionsanfällige Menschen besitzen oft ein geringes Selbstvertrauen.

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Sie fühlen sich häufig von ihrem Umfeld abhängig und haben große Angst vor neuen Situationen. Eine gesunde Portion Selbstvertrauen sorgt dagegen dafür, dass wir besser mit Kritik umgehen können und nicht so leicht verletzbar sind. Zudem sind Menschen mit Selbstvertrauen echte Kämpfernaturen: Sie halten auch dann tapfer durch, wenn sie nicht auf Anhieb Erfolg haben.

Darüber hinaus ist Selbstvertrauen eine wichtige Voraussetzung dafür, dass uns auch andere vertrauen.

Die folgenden Tipps können Ihnen helfen, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Wichtig ist aber, dass Sie sich realistische Ziele setzen und sich nicht überfordern. Versagensgefühle sind nämlich Gift für ihr Selbstvertrauen!

Setzen Sie sich realistische Ziele

Planen Sie für jede Woche bestimmte Freizeitaktivitäten. Bleiben Sie dabei aber unbedingt realistisch. Sie werden nicht jeden Abend zwei Stunden Sport treiben, wenn Sie erst um acht Uhr aus dem Büro kommen.

In diesem Fall sollten Sie den Sport lieber aufs Wochenende verlegen. Achten Sie bei Ihrer Planung auf eine gewisse Regelmäßigkeit. Ihr Leben erhält dadurch eine feste Struktur, die Ihnen Sicherheit und Selbstbewusstsein gibt.

Machen Sie aus Ihren Schwächen Stärken

Alles Schlechte hat immer auch irgendetwas Gutes. Das Gleiche gilt für Ihre vermeintlichen Schwächen und Macken. Schreiben Sie deshalb alle Ihre Unzulänglichkeiten untereinander auf und ergänzen Sie dahinter die positive Sichtweise:

Zum Beispiel:

  • Ich bin empfindlich. = Ich bin einfühlsam und sensibel.
  • Ich bin sentimental. =  Ich bin romantisch.
  • Ich bin überdreht. = Ich bin temperamentvoll.
  • Diese Liste kann Ihnen helfen, kritische Situationen besser zu überstehen.

Stellen Sie sich Ihren Ängsten

Jeder Mensch hat bestimmte Ängste.

Problematisch wird es nur dann, wenn wir uns durch unsere Ängste in irgendeiner Weise eingeschränkt fühlen: Zum Beispiel, wenn wir uns nicht alleine ins Kino trauen, obwohl wir den Film gerne sehen würden.

Oder wenn wir eine Feier absagen aus Angst, dort kaum jemanden zu kennen. So etwas nagt am Selbstvertrauen.

Finden Sie deshalb heraus, was Ihnen besonders Angst macht und trainieren Sie diese Situationen systematisch. Bitten Sie Ihren Partner oder eine Freundin darum, Sie bei Ihren Bemühungen zu unterstützen.

Räumen Sie Ihr Umfeld auf

Unsere Kollegen können wir uns leider nicht aussuchen. Wir müssen mit dem cholerischen Chef und der klatschsüchtigen Sekretärin irgendwie zurechtkommen.

Umso wichtiger ist es, sich privat mit angenehmen Menschen zu umgeben. Aus Mitleid oder Pflichtbewusstsein verbringen wir jedoch oft genug auch unsere Freizeit mit anstrengenden Zeitgenossen.

Überlegen Sie, welche Menschen Ihnen besonders gut tun und bevorzugen Sie diese bei Ihrer Freizeitplanung. Gute Freunde sind Balsam für die Seele und stärken das Selbstvertrauen.

Lernen Sie, sich durchzusetzen

Beinahe jeden Tag müssen wir gegen irgendetwas ankämpfen: gegen die Extraarbeiten vom Chef, gegen aufdringliche Vertreter oder gegen Familienmitglieder, die ungefragt unsere Freizeit verplanen (übergriffig).

Sich nicht durchsetzen zu können schwächt auf Dauer das Selbstvertrauen. Wenn Sie das Gefühl haben, bei hitzigen Streitgesprächen grundsätzlich den Kürzeren zu ziehen, dann können Sie sich zum Beispiel an eine Streitschule wenden.
Dort lernen Sie, sich angemessen und erfolgreich zu verteidigen.

Genauso können Sie üben, sich körperlich besser zur Wehr zu setzen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Selbstverteidigungsarten, die auch von weniger sportlichen Menschen erlernt werden können. Die Erfahrung, sich in brenzligen Situationen selbst helfen zu können, stärkt nämlich das Selbstvertrauen auch bei verbalen Auseinandersetzungen.


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