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RATGEBER - Depressionen

Unterschiede zwischen depressiver Verstimmung und Depression

Bei einer Depression verändert sich der Stoffwechselhaushalt im Gehirn. Dadurch verändern sich sowohl die Gedanken und Gefühle als auch der Körper und das Verhalten anderen Menschen gegenüber.

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Aller Aufklärung zum Trotz bleiben aber immer noch sehr viele Depressionen unerkannt. Unter anderem deshalb, weil sie sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern können:
Während der eine über Schlaflosigkeit und Antriebsschwäche klagt, leidet ein anderer ausschließlich unter hartnäckigen Grübeleien und Appetitverlust und ein dritter sogar unter einer Hyperaktivität, die jedoch meist irgendwann auch in eine Antriebsschwäche übergeht.

Es ist vollkommen normal, sich nach Misserfolgen oder Verlusten niedergeschlagen zu fühlen. Ebenso normal ist es, sich zum Trauern für eine Weile von der Umwelt zurückzuziehen. Wo aber hört die „normale Trauer“ auf, wo fängt eine depressive Störung an?

Depressive fühlen sich dauerhaft niedergeschlagen, traurig, innerlich bedrückt, freud-, mut-, und hoffnungslos – ohne dafür einen hinreichenden Grund nennen zu können. Diese Gefühle stehen im Zentrum der Depression.

Hier liegt auch der Unterschied zwischen einer depressiven und einer trauernden Person. Denn so groß die Trauer – zum Beispiel beim Verlust einer geliebten Person – auch sein mag: Irgendwann wird sie schwächer und geht schließlich vorbei.

Ein weiterer Unterschied zwischen Trauer und Depression besteht darin, dass sich depressive Menschen nur schwer aufmuntern oder von ihrem Leiden ablenken lassen.
In Gegenwart ihrer Familie oder von Freunden fühlen sie sich sogar oft noch deprimierter, da sie die gut gemeinten Aufmunterungsversuche nicht annehmen können.

Auch hier besteht ein wichtiger Unterschied zu Trauernden. Denn diese sind in der Regel für jede Ablenkung dankbar. Das große schwarze Loch droht dann, wenn sie allein mit sich und ihren Erinnerungen sind.

Darüber hinaus schwankt bei vielen Depressiven die Stimmung im Laufe des Tages: Viele fühlen sich morgens besonders schlecht (das ist das so genannte Morgentief). Im Tagesverlauf geht es ihnen dann besser.

Wichtig ist, dass nur ein entsprechend ausgebildeter Arzt oder Therapeut eine Depression von einer länger andauernden Trauerphase unterscheiden kann.


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