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RATGEBER - Depressionen

Hilfe zur Selbsthilfe

In den vorangegangenen Kapiteln haben Sie einiges über medikamentöse und psychotherapeutische Maßnahmen gelesen. Eine depressive Störung muss unbedingt professionell behandelt werden.

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Unabhängig davon können Ihnen einige pragmatische Tipps und Regeln für den Alltag helfen. Auf diese Weise können Sie aktiv gegen das lähmende Gefühl von Ausgeliefertsein vorgehen.

Viele Betroffene beschreiben ihre Depression als einen grauen Schatten, der ihnen gnadenlos überall hin folgt – und sich weder abschütteln noch einfangen lässt.
Diese Unkontrollierbarkeit wird verständlicherweise als bedrohlich erlebt. Viele Depressive haben das Gefühl, teilweise die Kontrolle über ihren Körper und die eigenen Gedanken und Gefühle zu verlieren.#

Ein erster Schritt in Richtung Gesundheit besteht also darin, die verlorene Kontrolle zurückzuerobern. Dafür ist es hilfreich, den doch sehr abstrakten Begriff Depression durch die einzelnen Beschwerden wie Schlafstörungen oder Antriebslosigkeit zu ersetzen.

Auf diese Weise entsteht eine Liste an konkreten Problemen, die nach und nach in Angriff genommen werden können.
Besonders nach ersten Erfolgserlebnissen erscheint es dem Betroffenen dann wesentlich wahrscheinlicher, dass er sein Leben wieder „in den Griff bekommt“.


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