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RATGEBER - Depressionen

Warum Stress manchmal depressiv macht

Unser Leben wird ständig stressiger: Anspannung und Leistungsdruck am Arbeitsplatz, Machtkämpfe in der Familie, Informationsüberflutung durch die Medien nehmen zu.

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Hinzu kommt, dass sich ehemals feste Strukturen sowohl im Job als auch im Privatleben immer weiter auflösen und so zu einer zunehmenden Verunsicherung führen. Auch auf Lärmbelästigung und Umweltgifte reagieren wir gestresst.

Stress versetzt unseren Körper in eine Art Alarmzustand. Durch die als bedrohlich wahrgenommene Situation wird im Gehirn ein Stoff namens CRH („Corticotropin Releasing Hormon“) freigesetzt, der zu einer verstärkten Produktion des Stresshormons Cortisol führt.
Der Cortisolanstieg im Blut löst zahlreiche körperliche Reaktionen aus: Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Muskeln werden angespannt.

Für unsere Vorfahren war dieser körperliche Alarmzustand oft (überlebens-)wichtig, damit sie in gefährlichen Situationen blitzschnell reagieren konnten.

Sobald der Organismus genügend Cortisol hergestellt hat, wird im Normalfall die Produktion des anregenden Stoffes CRH automatisch wieder eingestellt. Bei Dauerstress kann dieses empfindliche System jedoch aus dem Gleichgewicht geraten. Der Körper produziert dann immer mehr CRH und verhindert so eine Entspannungsreaktion.

Als Folge können unter anderem verstärkte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten sowie Schlaf- und Appetitstörungen auftreten – alles typische Merkmale einer Depression.

Tatsächlich haben Forscher bei depressiven Personen einen erhöhten Cortisolwert im Blut festgestellt. Depressive befinden sich somit im Dauerstress.

Überleben im Stress

Immer wieder berichten die Medien von Menschen, die eine scheinbar aussichtslose Situation - z.B. Flugzeugabsturz im tiefsten Urwald - überlebt haben.
Forscher haben jetzt herausgefunden, was diese Überlebenskünstler auszeichnet: Sie behalten ihre Gefühle unter Kontrolle, reagieren weder ängstlich noch überaktiv, sondern konzentrieren sich ganz auf die Lösung ihrer Probleme.

Außerdem lassen sie weder Hoffnungslosigkeit zu, noch klammern sie sich an unrealistische Erwartungen. Diese Strategie ist ohne Frage auch dazu geeignet, den Alltagsstress zu überleben.


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