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RATGEBER - Epilepsie

Verschiedene Formen von Epilepsie

Im Allgemeinen wird zwischen drei Hauptformen unterschieden:

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  1. Großer epileptischer Anfall (auch: Grand-mal-Anfall): Oft nach einer Aura kommt es zur plötzlich einsetzenden Bewusstlosigkeit und zum Krampfstadium mit oft rhythmischen Muskelzuckungen. Während des Anfalls verdreifacht sich die Hirnblutung, weshalb die Neuronen ständig mit Glucose versorgt werden und sich immer wieder neu entladen können. So dauert dieser Anfall 1 bis 3 Minuten.
  2. Kleiner epileptischer Anfall (Petit-mal-Anfall): Oft nur kurzen Black-out von einigen Sekunden. Wird oft von der Umgebung gar nicht erkannt. Und wenn doch, kann er vom Patienten als angebliche Gedankenlosigkeit erklärt werden.
  3. Komplex-partieller Anfall: Lichterscheinungen oder Geruchsveränderungen kündigen ihn oft an. Manchmal kommt das Gefühl hinzu, alles schon einmal erlebt zu haben (déja-vu), oder im Gegenteil, sich völlig fremd zu fühlen (jamais-vu). Manche Patienten nehmen die Umgebung weiter wahr, können aber nicht mehr reagieren. Es stellen sich wie von selbst gesteuerte Bewegungen ein, wie etwa Schmatzbewegungen des Mundes, Klopfbewegungen der Hände, oder komplexere Handlungen wie etwa öffentliches Ausziehen. Nach dem Anfall folgt eine etwa halbstündige Orientierungsphase.
  4. Als schlimmste Form gibt es noch den „epileptischen Status“, hier kommt es zum ununterbrochenen Auftreten von Anfällen, oft ohne dass Patient dazwischen das Bewusstsein wiedererlangt.


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