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RATGEBER - Migräne

Physikalische Maßnahmen

Manchmal können die einfachsten Mittel Schmerzen lindern.

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Die im Folgenden vorgestellten Behandlungsverfahren machen sich die Heilungskraft von Druck, Berührung, Wärme und Kälte zu Nutze.

Akupunktur

Die Akupunktur stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und wird in der Kopfschmerzbehandlung vor allem zur Vorbeugung der Migräne eingesetzt.

Eine naturwissenschaftliche Erklärung für den Wirkungsmechanismus gibt es bisher nicht - fest steht jedoch, dass sie bei einigen Migränikern die Dauer, Häufigkeit und Schwere der Attacken eindeutig herabsetzen kann.

Die Akupunkturlehre geht davon aus, dass sich Energieströme, die von den inneren Organen ausgehen,
auch auf der Körperoberfläche widerspiegeln.

Es wurden verschiedene Linien auf dem Körper definiert, die so genannten Meridiane. Jedem Meridian ist ein inneres Organ zugeordnet - es besteht also eine enge Verknüpfung zwischen Körperinnerem und Körperäußerem.

So kann sich beispielsweise eine Schädigung eines inneren Organs als erhöhte Berührungsempfindlichkeit der ihm zugeordneten Hautstelle widerspiegeln. Anders herum ist es aber auch möglich, über die Haut die Funktion des Organs zu beeinflussen. Diese Wechselwirkung macht sich die Akupunktur zu Nutze.

An den so genannten Akupunkturpunkten werden Nadeln in die Haut gestochen, wodurch der zuvor gestörte Energiefluss wieder ins Lot gebracht werden soll. Die Nadeln bleiben dabei individuell unterschiedlich lange in der Haut - manchmal nur wenige Minuten, in anderen Fällen aber auch bis zu zwei Stunden.

Den Effekt bei der Kopfschmerzbehandlung erklärt man sich dadurch, dass durch die Reizung bestimmter Hautstellen die körpereigene Schmerzabwehr aktiviert wird.

Generell sollte die Behandlung nur von einem dafür ausgebildeten Arzt durchgeführt werden, um den Verlauf der Behandlung richtig einschätzen zu können. Es darf nicht akupunktiert werden, wenn Fieber, Hauterkrankungen, Tumoren oder ein operationsbedürftiger Befund vorliegen.

Deshalb sollte vor jeder Akupunkturbehandlung eine ausführliche ärztliche Untersuchung erfolgen, um die eventuellen Risiken auszuschließen.

Akupressur

Bei der Akupressur geht man vom gleichen Wirkungskonzept aus wie bei der Akupunktur.

Der Unterschied ist, dass die Behandlung hier anstatt mit Nadeln nur durch Druck auf die entsprechenden Akupunkturpunkte erfolgt.

Benutzt werden Hände, Handflächen, Füße oder gelegentlich auch mal das Knie.

Die Behandlung ist sicherlich effektiver, wenn sie vom Facharzt vorgenommen wird - wenn man aber vorsichtig ist und nicht zu starken Druck ausübt, kann man die Akupressur auch alleine zu Hause ausprobieren.

Kneipp-Therapien

Die Hydrotherapie (hydro = Wasser) nach Sebastian Kneipp kann manchmal wahre Wunder bewirken.

Generell lautet das Motto: „Den Kopf halt kühl, die Füße warm, das macht den besten Doktor arm“

Bei Kopfschmerzen können kalte Unterarmtauchbäder (20 bis 30 Sekunden) oder temperaturansteigende Fußbäder sowie gelegentlich auch Senfmehlfußbäder hilfreich sein. Auch ein heißer Nackenguss wirkt sehr wohltuend.

Es hat sich bewährt, zu Beginn Testanwendungen zu machen, um herauszufinden, was in welcher Intensität im Einzelfall am besten hilft.

Bei Spannungskopfschmerzen können auch intervallweise Saunaanwendungen nützlich sein. Hilfestellung können die zahlreichen Kneippverbände vor Ort oder speziell ausgebildete Kneippärzte leisten.

Wenn Sie die Anwendungen selbst durchführen, beherzigen Sie bitte auch folgende Regeln: „Nie kalt auf kalt“ (also kein kaltes Wasser, wenn Sie durchgefroren sind) und „langsames Steigern der Intensität“.

Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Die transkutane elektrische Nervenstimulation ist ein elektrisches Verfahren zur Schmerzbekämpfung, das sich durch die Verwendung von kleinen batteriegetriebenen Geräten besonders gut zur Heimbehandlung eignet.

Anwendungsgebiet ist vor allem der Spannungskopfschmerz.


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