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RATGEBER - Migräne

Ursachen und Mechanismen

Wie bei den meisten Kopfschmerzformen weiß man auch beim medikamenteninduzierten Kopfschmerz bis heute nicht genau, wie er entsteht.

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Es handelt sich um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Wie es zum Missbrauch von Schmerzmitteln kommt

Wieso nehmen manche Patienten so unkontrolliert Schmerzmittel ein? Ein häufiger Grund hierfür ist, dass bei ihnen eine falsche Diagnose gestellt und folglich auch ein falsches Medikament verschrieben wurde.

Wenn ein Patient, der eigentlich unter Spannungskopfschmerzen leidet, ein Migränepräparat einnimmt, können seine Kopfschmerzen nicht ausreichend gelindert werden. Die Folge ist, dass er das Medikament in immer höheren Mengen einnimmt, um sich Erleichterung zu verschaffen.

Aber auch wenn die Diagnose stimmt, nehmen manche Leute zu viele Schmerzmittel.

Ein Grund dafür ist, dass vor allem in Kombinationspräparaten oft stimulierende Stoffe enthalten sind, die abhängig machen, wie zum Beispiel Koffein, Kodein, Barbiturate oder Opioide.

In anderen Fällen stehen psychische Faktoren im Vordergrund - aus Angst vor einer herannahenden Kopfschmerzattacke wird schon vorbeugend ein Kopfschmerzmittel genommen, auch wenn es vielleicht gar nicht nötig gewesen wäre.

Manch einer schluckt lieber zu viele Medikamente, als das Risiko einzugehen, durch die eventuellen Kopfschmerzen arbeitsunfähig zu werden, die vorwurfsvollen Blicke der Kollegen oder noch schlimmere Konsequenzen ertragen zu müssen.

Entstehung eines Teufelkreises

Wie aber können Stoffe, die Kopfschmerzen lindern, selbst zu ihrer Entstehung beitragen?

Hierzu muss man wissen, dass Schmerzmittel ihre Wirkung an bestimmten Andockstellen (Rezeptoren) entfalten.

Trifft das Medikament auf den Rezeptor, bindet es an ihn und kann seine schmerzlindernde Wirkung entfalten.

Solange sich nur gelegentlich Schmerzmittel an den Rezeptor binden, reagiert letzterer einwandfrei - der Schmerz verschwindet schnell und zuverlässig.

Wenn sich jedoch ständig Schmerzmittel an den Rezeptor heften, gewöhnt dieser sich an den Zustand und stumpft irgendwann ab - ein immer höherer Wirkstoffspiegel
wird benötigt, um die schmerzlindernde Wirkung aufrechtzuerhalten.

Sinkt die Konzentration des Medikamentes im Blut, kommt es zu einem unerträglichen Entzugskopfschmerz.
Die Folge: Der Kopfschmerzgeplagte nimmt wieder mehr Schmerzmittel ein, die Rezeptoren stumpfen noch weiter ab.

Es ist ein Teufelskreis entstanden, der nur schwer zu durchbrechen ist, denn eine immer häufigere Medikamenteneinnahme führt zu immer geringerer Schmerzerleichterung.

Ist der "Medikamentenkopfschmerz" veranlagt?

Auffällig ist, dass nicht alle Patienten, die übermäßig Schmerzmittel einnehmen, deshalb auch einen medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz entwickeln.

Beispielsweise bekommen Patienten, die wegen einer rheumatoiden Arthritis Schmerzmittel einnehmen, nur sehr selten einen Dauerkopfschmerz.
Daher kann man davon ausgehen, dass bei bestimmten Kopfschmerzpatienten eine genetische Veranlagung besteht, auf übermäßigen Schmerzmittelkonsum mit Dauerkopfschmerzen zu reagieren.

Medikamente, bei denen besondere Vorsicht geboten ist

Grundsätzlich kann jedes Schmerzmittel einen medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz erzeugen.

Besonders gefährlich sind aber die so genannten Kombinationspräparate, die oft verschiedene Medikamente auf einmal enthalten sowie zusätzliche Stoffe, die abhängig machen können.

Seit neuerem ist bekannt, dass es auch bei Triptanen zur Abhängigkeit kommen kann.

Zu einem schmerzmittelinduzierten Kopfschmerz kommt es, wenn Triptane an mehr als der Hälfte aller Tage eines Monats genommen werden.

Gelegentlich tritt er auch schon früher auf, so dass die Empfehlung bei weniger als acht Einnahmetagen pro Monat liegt.


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