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RATGEBER - Migräne

Die Suche nach den Ursachen

Leider weiß man über den Entstehungsmechanismus des Spannungskopfschmerzes noch sehr wenig.

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Wie der Name schon sagt, spielt Spannung beziehungsweise Anspannung eine wichtige Rolle - sei sie seelischer oder körperlicher Natur.

Doch nicht alle Menschen reagieren auf Anspannung oder Stress mit Kopfschmerzen - es muss also auch noch andere Gründe geben, die an der Kopfschmerzentstehung beteiligt sind.

Heutzutage geht man davon aus, dass der wichtigste Faktor in diesem Zusammenhang eine Störung der körpereigenen Schmerzabwehr ist.

Normalerweise werden jegliche Sinneseindrücke, also auch Schmerzreize, im Gehirn einer  "Wichtigkeitsprüfung" unterzogen: Nur die Reize, die sinnvoll erscheinen, werden durch spezielle Gehirnfilter hindurch gelassen und können von uns wahrgenommen werden.

Überflüssige Reize werden abgefiltert und dringen nicht bis zu unserem Bewusstsein durch. Damit dieses Abwehrsystem funktionieren kann, ist ein bestimmter Botenstoff im Gehirn von herausragender Bedeutung: das Serotonin.

Nur wenn genügend Serotonin vorhanden ist, ist das einwandfreie Funktionieren des Schmerzfilters gewährleistet. Steht dagegen zu wenig Serotonin bereit, können Schmerzreize, die normalerweise ignoriert werden würden - zum Beispiel ausverspannter Nackenmuskulatur - ungehindert die Filter passieren. Die Folge sind Kopfschmerzen.

Es gibt Serotoninspeicher im Gehirn, die unter normalen Bedingungen stets gut gefüllt sind.

Verschiedene, körperliche oder seelische Belastungen, wie zum Beispiel Stress am Arbeitsplatz oder zu Hause, Schlafstörungen, Angst, Fehlhaltungen, Alkohol oder Nikotin können jedoch zu einem plötzlichen, starken Verbrauch dieser Serotoninspeicher führen, der nicht schnell genug kompensiert werden kann.

Die Folge ist, dass die Schmerzfilter geöffnet bleiben und eintreffende Schmerzsignale ungehindert ins Gehirn lassen.

Diese Serotoninspeicher wieder zu füllen, ist in der Regel viel einfacher, als man denkt: Oft helfen schlicht Ruhe und Entspannungsmaßnahmen.

Häufig gehen chronischer Spannungskopfschmerz und Depressionen Hand in Hand. Schwierig ist es dabei oft zu beurteilen, was Ursache und was Folge ist.

Bei Depressionen besteht auch ein Serotoninmangel im Gehirn - dies kann zu den Kopfschmerzen führen.

Umgekehrt ist es aber auch denkbar, dass sich aufgrund einer chronischen Kopfschmerzerkrankung eine Depression entwickeln kann.


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