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RATGEBER - Schlafstörungen

Therapie

Bei einer psychophysiologischen Schlaflosigkeit gilt es, den Teufelskreis der Insomnie zu durchbrechen.

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Der erste Schritt dahin besteht darin, schlafhygienische Maßnahmen zu beachten und beispielsweise auf die Gute-Nacht-Zigarette oder auf schwere Mahlzeiten zu verzichten.

Der zweite Schritt besteht in einer Verhaltenstherapie. Dazu zählen Techniken des Abschaltens, sowie der Schlafentzug.
Dabei wird jemandem, der sowieso nur drei Stunden in der Nacht schlafen kann, ein weiterer Verzicht auf den Schlaf verordnet. Denn schlaflose Patienten liegen insgesamt wahrscheinlich sehr lange wach im Bett.

Eine lange Liegezeit verstärkt aber die innere Unruhe und das Angespanntsein. Diesen Patienten erlaubt beispielsweise Professor Jürgen Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Universität Regensburg, nur fünf Stunden Liegezeit. Es scheint paradox, aber dann können sie meist länger als drei Stunden schlafen.

Eine solche Verhaltenstherapie wird oft mit einer medikamentösen Kurzintervention kombiniert. D. h. der Arzt verordnet für ein paar Wochen ein Medikament, damit der Patient die Schlafstörung wieder "verlernt".

Weiterhin ist ein ruhiger Schlaf auch mit einem guten Stressmanagement während des Tages verbunden.
So gibt es an der Regensburger Universität auch ein Alertness-Management. Dies ist ein Bewusstseinstraining bei Tage, das ein Stressmanagement und Techniken des Abschaltens beinhaltet.

Die Probleme, die vielleicht erst mit der Ruhe hochkommen, empfiehlt Zulley gleich am Abend aufzuschreiben.

Hilfreich sind auch Phantasiereisen oder leichte Musik, um sich von den Problemen willentlich fernzuhalten. Einfach ist das natürlich nicht, aber man kann sich hier gut trainieren.


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