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RATGEBER - Schlaganfall

In die Röhre geschaut

In den meisten Fällen kann ein Neurologe durch Befragung und körperliche Untersuchung die Diagnose Schlaganfall bereits sicher stellen.

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Offenkundige Hinweise auf einen Schlaganfall liefern Symptome wie plötzliche Lähmungen, Gefühls-, Seh- oder Sprachstörungen.

Auch bestimmte Erkrankungen aus der Vorgeschichte des Patienten, wie chronischer Bluthochdruck, machen die Diagnose Schlaganfall wahrscheinlich.

Im nächsten Schritt muss dann aber durch eine Computertomographie geklärt werden, ob der Schlaganfall durch eine Blutung oder durch eine Mangeldurchblutung zustande kam. Das spielt eine entscheidende Rolle für die Therapie.

Die Computertomographie, kurz CT genannt, klärt auch ab, ob andere Gehirnerkrankungen wie Tumoren oder Entzündungen als Ursache für die Beschwerden in Frage kommen.

Die CT müsste eigentlich Röntgen-Computertomographie heißen. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich um eine computergestützte Röntgenuntersuchung.

Der Begriff Tomographie bedeutet Darstellung in Schichten oder Scheiben, in diesem Fall Schichten des Körpers oder eines Körperabschnittes.

Informative Grautöne

Wie bei normalen Röntgenuntersuchungen macht man sich die unterschiedliche Durchlässigkeit verschiedener Körpergewebe für Röntgenstrahlen zunutze.

Je dichter ein Gewebe ist, desto schlechter lässt es die Strahlen hindurch. So lassen sich auch die Strukturen im Gehirn und Schädel unterscheiden: Sie erscheinen in unterschiedlichen Grautönen.

Bei einer normalen Röntgenaufnahme überlagern sich die Schatten verschiedener Gewebe. Die Schichttechnik, die den Körper optisch in Querscheiben von weniger als einem Zentimeter Dicke „zerlegen“ kann, ist hier im Vorteil, da solche Überlagerungseffekte wegfallen.
Um die Gefäße besser erkennen zu können, erhält der Patient ein harmloses Kontrastmittel gespritzt.

Ein CT-Gerät ist deutlich größer als ein normales Röntgengerät. Es benötigt einen eigenen Raum. In der Mitte des Gerätes befindet sich eine Öffnung, in die der Patient auf einer Liege geschoben wird. Für die Dauer der Untersuchung, normalerweise wenige Minuten, liegt der Patient in der Öffnung und hat über eine Gegensprechanlage Kontakt mit den untersuchenden Ärzten und Assistenten.

Wegen der Röntgenstrahlen hält sich das Fachpersonal hinter einer Schutzwand auf, durch die sie den Patienten aber sehen können.
Die Röntgenstrahlen könnten für die Mitarbeiter ein höheres Risiko bedeuten als für Patienten, weil sie im Unterschied zu diesen täglich der Strahlung ausgesetzt wären und sie im Laufe ihres Arbeitslebens eine unvertretbar hohe Gesamtdosis „ansammeln“ würden.

Millimeter für Millimeter

Bei der herkömmlichen Technik, der so genannten „Inkremental-CT“, fährt für jede der einzelnen Aufnahmen die Liege mit dem Patienten einige Millimeter weiter, und das Gerät durchleuchtet die nächste Schicht des Körpers.

Während der einzelnen Aufnahmen, die jeweils etwa fünf Sekunden dauern, muss der Patient ruhig liegen bleiben und im bestimmten Rhythmus atmen, damit das entstehende Bild nicht „verwackelt“.

Bei modernen Geräten, den Spiral-Computertomographen, wird der Patient nicht schrittweise, sondern in einem Rutsch durch das Gerät geschoben. Die Röntgenröhre dreht sich fortlaufend um den Patienten.

Aus den gewonnenen Daten lassen sich wiederum Bilder jeder gewünschten Körperschicht errechnen. Der Vorteil der Spiral-CT ist der, dass die Untersuchung sehr schnell geht. Mit einer Weiterentwicklung, der so genannten Mehrzeilen-Spiral-CT, sind noch schnellere Untersuchungen möglich.

Allein aufgrund der Symptome ist es fast unmöglich, eine Mangeldurchblutung sicher von einer Hirnblutung zu unterscheiden, also zu erkennen, ob ein Gefäß verstopft oder gerissen ist. Aber mit einer CT Aufnahme ist es möglich.

Der Hirninfarkt lässt sich zunächst indirekt nachweisen: Das Wasser, das aus den absterbenden Gehirnzellen austritt, sieht man schon nach kurzer Zeit auf dem CT. Die Zelldichte im Infarktbereich verringert sich und der Hirninfarkt ist als heller Bezirk im CT sichtbar.
Die Hirnblutung hingegen ist auf dem CT sofort sichtbar: Da Blut eine höhere Dichte hat als die Gehirnzellen, stellt sich die Blutung als dunkler Bezirk dar.

Auf diese Weise gelingt es Ärzten, bei vielen Patienten sogar genau das geschädigte Gefäß nachzuweisen.


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