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RATGEBER - Schlaganfall

Wenn das Gehirn in Gefahr gerät

In einigen Fällen operieren Ärzte Schlaganfall-Patienten. Dies kann bei großen Hirninfarkten, die eine ganze Hälfe des Großhirns erfassen oder sich im Kleinhirn abspielen, erforderlich sein.

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In diesen Fällen schwellen die betroffenen Bereiche stark an. Der Schädel verhindert aber, dass sich das Gehirn an diesen Stellen ausdehnen kann. Der Hirndruck steigt an.
In der Folge drohen wichtige Bereiche, etwa das Atemzentrum, ihre Funktion zu verlieren.

Bei einer Operation entfernt der Chirurg Teile des Schädelknochens, um dem Gehirn für eine Ausdehnung Platz zu geben, beziehungsweise um es vom Druck zu entlasten. Wenn sich nach einigen Wochen oder Monaten die Schwellung wieder zurückbildet, lässt sich der entnommene Knochen wieder einsetzen.

Auch bei Hirnblutungen hilft in manchen Fällen nur ein operativer Eingriff. Ärzte entfernen die Blutungen, besonders im hinteren Schädel, da hier das Risiko einer lebensbedrohlichen Hirnstammschädigung besteht.

Bei einigen Patienten leiten die Chirurgen mit Hilfe eines Schlauches Hirnflüssigkeit aus den Hirnkammern ab (so genannte Liquodrainage). Dies machen sie vor allem, wenn die Blutung dafür sorgt, dass die Hirnflüssigkeit nicht mehr wie gewöhnlich abfließen kann und sich dadurch der Hirndruck erhöht.

Der Clip am Gefäß

Einen weiteren Grund für eine Operation bieten eingerissene Gefäße im Gehirn. Durch sie tritt Blut aus. Ärzte bezeichnen dies auch als Subarachnoidalblutung. Sie lassen sich mit einer offenen Operation bekämpfen.

Eine Art Clip verschließt den Riss. Ausgetretenes Blut saugen die Ärzte ab. In den meisten Fällen lässt sich auch im Rahmen einer Angiographie eine Subarachnoidalblutung stillen.

Kleine Metallspiralen, die der Arzt mit dem Katheter einführt, stopfen den Riss aus und dichten ihn damit ab.


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