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RATGEBER - Stottern

Stottern betrifft den ganzen Menschen

Aber auch der restliche Körper spielt verrückt, wenn der Mund ein Wort herausbringen will: Die Muskeln verkrampfen sich, die Atemluft bleibt weg, der Kopf wird heiß und rot, das Gesicht bekommt einen starren angestrengten Ausdruck. Der Körper zeigt damit, wie peinlich dem Betroffenen sein Stottern ist. Denn wer stottert, kann nicht ausdrücken, was ihm durch den Kopf geht, egal ob es sich um eine neue wissenschaftliche Theorie oder einfach nur um den Satz „Ich hätte gern zwei Brötchen“ handelt. So kann zu den oben beschriebenen Reaktionen des unwillkürlichen Nervensystems, des Vegetativums kommen.

Weiterhin fühlen sich die Betroffenen auch sozusagen in sich selbst eingeschlossen. „Locked-in-Syndrom“ heißt der medizinische Begriff, der das gleiche aussagt. Denn Menschen mit einer Stotter-Problematik sagen oft nicht exakt, was sie meinen, sondern nur das, was schnell geht und was sie leichter aussprechen können. So kommt es zu dem Gefühl, dass die Gedanken eingesperrt bleiben, weil sie nicht ausgesprochen werden können. Im Gespräch mit Tieren, Kleinkindern und wenn Stotterer alleine sind, ist übrigens die Störung meist verschwunden oder weniger stark ausgeprägt. 


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