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RATGEBER - Stottern

Therapie

Um das Stottern zu beheben, muss man also lernen, sein Zwerchfell unter Kontrolle zu bekommen und tief und ruhig zu atmen. Nach der Del Ferro Technik geht das in drei Schritten:

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  1. den Satz überlegen, den man sagen will,
  2. auf das Zwerchfell konzentrieren und bewusst ein und ausatmen,
  3. den Satz aussprechen. Am Anfang dauert das etwas länger, später bei täglichem regelmäßigem Üben geht es immer schneller.

Eine andere Methode, die vor allem bei Kindern angewendet wird, ist die „Spechtsprache“ oder „Tiktakmethode“: Hier lernen Kinder, zwischen jedem Wort eine Pause einzulegen, damit sie sich beim Sprechen nicht mehr „überschlagen“. Später sollen die Pausen dann automatisch kleiner werden. Auch beim „Fluency Shaping“ wird ein neues Sprechmuster eingeübt, bei dem kein Stottern auftritt. Das Sprechmuster ist erst auffällig, und wird dann schrittweise normalisiert.All diese Methoden werden als „Stottermodifikation“ bezeichnet. Hier setzt die Therapie am Stottern selbst an.

Grundsätzlich sind davon die „Nicht-Vermeidungs-Strategien“ (medizinisch: Non-avoidence-Ansätze) zu unterscheiden: Diese haben als Grundlage, dass Stotterer oft flüssig sprechen können, wenn sie alleine sind. So geht es etwa im „Van-Riper-Programm“ darum, seine Störung zu akzeptieren. Dazu bekommt man eine Beruhigungstechnik mit auf den Weg, die anzuwenden ist, wenn sich wieder ein Stotterblock anbahnt. Auf diese Weise schwindet der innere Druck und das Sprechen verläuft freier.

Es gibt insgesamt etwa 250 Methoden, die ich nicht alle vorstellen kann. Sie alle lassen sich entweder der „Stottermodifikation“ oder den „Nicht-Vermeidungs-Strategien“ zuordnen, für beide Ansätze gibt es wissenschaftliche Beweise. Oft muss ein Stotterer auch erst verschiedene Methoden ausprobieren, bevor er die für ihn passende findet. Nur eines sollten Sie nicht: Sich damit abfinden, dass sowieso nichts zu ändern ist. Die Sprachtherapeuten oder Logopäden können Ihnen helfen. 


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