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RATGEBER - Stottern

Ursachen

Vom Stottern sind in Deutschland 800.000 Menschen betroffen, Männer viermal so häufig wie Frauen. Woran liegt aber es, dass manche Menschen nicht fließend sprechen können? Hier wird zwischen drei Gründen unterschieden. Einmal gibt es das Entwicklungsstottern. Das ist nicht ungewöhnlich bei den Drei- und Vierjährigen. Sie sind voller Mitteilungsdrang, weil sie beginnen, die Welt zu erobern, aber die Sprache scheint noch nicht so schnell zu funktionieren. Meist gibt sich diese Art des Stotterns noch vor der Zeit bis zum Schuleintritt. Eltern sollten ihrem Kind behutsam helfen, indem sie einen Teil der herausgesprudelten Geschichte geordnet wiederholen, die Erzählung des Kindes dabei bestätigen und ihm auch neue Wörter anbieten.

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Weiterhin kann Stottern durch schwere psychische oder physische Erlebnisse entstehen. Hier kommt es in erster Linie darauf an, das Erlebnis zu verarbeiten, – und damit auch das Stottern zu beheben.
Als dritte und häufigste Form gibt es das ideopathische Stottern. Ursache unbekannt. Auch diese Form entsteht im Kindesalter. In der Literatur ist immer wieder zu lesen, dass Kinder nach der Pubertät nicht mehr vom Stottern geheilt werden können.

Manche Stottertherapeuten machen hier jedoch eine ganz andere Erfahrung. So ist schon lange bekannt, dass beim Singen das Stottern verschwindet. Warum das so ist, hatte der amerikanische Heldentenor Leonard Del Ferro vor etwa 30 Jahren zufällig entdeckt: Das Zwerchfell – ein Muskel, der zu 90 Prozent für das Atmen verantwortlich ist – flattert bei Stotterern unkontrolliert. Dadurch wird der Luftstrom gestört und die ausgeatmete Luft gelangt mit Holpern und Stolpern an die Stimmbänder. 


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