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RATGEBER - Cannabis auf Rezept

Andere Schmerzmittel, Opiate und/oder Cannabinoide?

Das Rückenmark ist ein wichtiger Ort für die schmerzhemmende Wirkung von Cannabis, da es eine Kontrollfunktion über eingehende Informationen und somit auch über die Schmerzqualität hat.

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Das Rückenmark kann Schmerzimpulse verstärken oder abschwächen, ehe sie als eine Schmerzwahrnehmung ins Bewusstsein gelangen. Diese Aufgabe wird als "Torkontrolle" (engl. "Gate Control") des Rückenmarks bezeichnet.

Auch absteigende Informationen vom Gehirn zur Peripherie des Körpers werden durch diese Torkontrolle beeinflusst.

Die Cannabinoide verändern die Torkontrolle, indem sie aufsteigende Schmerzimpulse abschwächen. Somit werden nicht alle Schmerzen sofort ins Gehirn weitergeleitet und die im Gehirn empfangenen Schmerzimpulse sind sanfter.

Herkömmliche Schmerzmittel wirken an anderen Stellen im Nervensystem des Körpers.
Sie setzen nicht am Rückenmark an, sondern davor, und zwar an den Nerven, die von allen Stellen des Körpers zum Rückenmark hin- oder wegführen. Dies sind die peripheren Nerven.

Cannabinoide wirken hier ebenfalls, allerdings nur in geringem Maße. Daher könnten sich die herkömmlichen Schmerzmittel und die Cannabinoide durch ihre unterschiedlichen Wirkorte ergänzen.

Auch im Vergleich zu den Opiaten, die ja ebenfalls wie die Cannabinoide zentral im Rückenmark und im Gehirn wirken, gibt es Unterschiede.

Die Wirkung von Opiaten wird so beschrieben, dass sie die Schmerzenweiterleitung "erschlagen". Die Cannabinoide hingegen "bremsen", indem sie die Schmerzimpulse abschwächen.

Die Erfahrung hat jeder von uns schon hundertfach gemacht. Wenn man sich in den Finger schneidet, so verspürt man zuerst einen sehr starken Schmerz, der dann aber wie von selbst nachlässt. Das "Nachlassen" ist die Wirkung der Endocannabinoide, also der körpereigenen Cannabinoide. Diese Wirkung wird durch die Hanfwirkstoffe verstärkt.

Bei chronischen Schmerzen helfen ebenfalls die Cannabinoide. Diese Schmerzen entstehen, wenn die Schmerzen zu stark sind und längere Zeit anhalten. In diesem Fall kann das körpereigene Regulationssystem entgleisen. Es bildet sich ein Schmerzgedächtnis. Hier wirkt Cannabis ebenfalls modulierend.  

Weitere mögliche schmerzhemmende Wirkungen von THC

Die Wirkung von Cannabis bei Schmerzen ist noch nicht restlos erforscht. Es könnten noch weitere Mechanismen an der schmerzlindernden Wirkung beteiligt sein, an denen die Cannabinoid-Andockstellen nicht beteiligt sind.

Beispielsweise bilden sich beim Abbau von THC in der Leber verschiedene Stoffwechselprodukte, wie z. B. die THC-Carbonsäuren. Sie rufen keine psychischen Effekte hervor und galten deshalb als biologisch inaktiv.

In den letzten Jahren hat man sich verstärkt mit dieser Substanz befasst und ebenfalls schmerzhemmende, muskelentspannende und entzündungshemmende Qualitäten entdeckt.


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