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Der therapeutische Nutzen von Hanföl

Die Forschung beschäftigte sich in den vergangenen Jahren eingehend mit der Rolle der Fettsäuren bei häufig auftretenden Krankheiten.

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Die Anwendung von Gamma-Linolensäure hat in verschiedenen Untersuchungen und Studien bei unterschiedlichen Erkrankungen zu nachweisbaren Erfolgen geführt.

Auch wenn es bis heute keine direkten Untersuchungen zum therapeutischen Wert von Hanföl gibt, legen die Untersuchungen zur Gamma-Linolensäure nahe, dass Hanföl bei bestimmten Krankheiten eine positive Wirkung haben könnte.

Neurodermitis

Zu den Hauptsymptomen der Neurodermitis gehört der Juckreiz, der besonders nachts sehr quälend sein kann.

Die Haut ist aufgrund der verminderten Arbeit der Talg- und Schweißdrüsen sehr trocken und spröde. Charakteristisch ist ein hoher Wasserverlust über die Haut. Dieses Symptom wird mit einem Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren erklärt, die normalerweise den über die Haut stattfindenden Wasserverlust regulieren.

Eine Erklärung für den Mangel an ungesättigten Fettsäuren könnte eine geringe Aktivität des Umbau-Enzyms sein, was zu einer verminderten Bildung von Gamma-Linolensäure führt.

In klinischen Versuchen haben Wissenschaftler festgestellt, dass die orale Gabe von Gamma-Linolensäure zu einer Verbesserung der Neurodermitis geführt hat, was sich darin zeigt, dass die Patienten weniger juckreizhemmende Medikamente benötigen.

Die orale Einnahme von Hanföl (ca. 20 ml täglich) könnte folglich bei der Behandlung der Neurodermitis unterstützend wirken. Auch hat sich gezeigt, dass sich der Hautzustand bei Neurodermitispatienten nach mehrmaligem Auftragen einer Gamma-Linolenhaltigen Salbe verbessert hat.

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

PMS ist ein Syndrom, das bei vielen Frauen vor der Monatsblutung auftritt und Depressionen, Spannungsgefühle, Gereiztheit oder Muskelverspannungen verursachen kann.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Frauen mit PMS an einer Fettstoffwechselstörung leiden, wobei der Umbau von Linolsäure zu Gamma-Linolensäure und zu den jeweiligen Prostaglandinen verlangsamt ist.

Eine tägliche Gabe von Hanföl (ca. 5 ml täglich) hat die Symptome deutlich gebessert.

Rheumatoide Arthritis

Gamma-Linolensäure und Prostaglandine haben eine entzündungshemmende und das Immunsystem anregende Wirkung.

Untersuchungen belegen, dass eine tägliche Gabe von Gamma-Linolensäure (ca. 40 ml Hanföl) über 24 Wochen zu einer Verbesserung der Symptome der rheumatoiden Arthritis führten.

Diabetische Neuropathie

Die diabetische Neuropathie ist eine Nervenschädigung, die vermutlich durch eine gestörte Blut- und Sauerstoffversorgung in den Gefäßen entsteht und häufig als gefürchtete Spätfolge bei Diabetes auftritt.

Sie wird unter anderem durch einen Mangel an Gamma-Linolensäure verursacht, der durch die Einnahme von Hanföl ausgeglichen werden kann.

Die Zuführung von Gamma-Linolensäure mit der Nahrung dient sowohl der Vorbeugung als auch der Behandlung dieser schweren Krankheit. 

Auch andere Krankheitsbilder können durch die Einnahme von Hanföl positiv beeinflusst werden, dazu zählen Herz-Kreislauferkrankungen, bei denen gezeigt wurde, dass die Gabe von Gamma-Linolen- und Linolsäure einen erhöhten Cholesterinspiegel senken kann, weiterhin Akne, und Osteoporose.


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