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RATGEBER - Cannabis auf Rezept

Botanisches zur Hanfpflanze

Die ursprüngliche Heimat von Cannabis ist Zentralasien.

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Die Pflanze breitete sich jedoch schnell über fast die ganze Erde aus. Nur die arktischen Gebiete und die feuchten tropischen Regenwälder bildeten wegen der dort herrschenden extremen klimatischen Verhältnisse eine Ausnahme.

Hanf gehört zu der Familie der Hanfartigen (Cannabinaceae), die nur aus zwei Gattungen besteht: Cannabis und Hopfen (Humulus lupulus).

Beide sind die einzigen so genannten zweihäusigen Kulturpflanzen, das heißt, beide haben männliche und weibliche Blüten, die sich jedoch auf getrennten Pflanzen befinden. Ganz selten gibt es auch Zwitter, also Pflanzen mit männlichen und weiblichen Blüten.

Wilder Hanf wächst oft in der Nähe menschlicher Siedlungen. Straßenränder, Ackerland, ausgetrocknete Flussbette sind ideale Standorte, vorausgesetzt die Pflanze erhält genügend Wärme und Sonnenlicht.

Im Allgemeinen ist die Cannabispflanze außerordentlich robust gegenüber Schädlingen und unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Ist der Hanf erst einmal angewachsen, braucht er keine besondere Pflege.

Cannabis ist eine einjährige Pflanze, die in nur 100 Tagen über vier Meter und höher werden kann. Die Pollen der männlichen Cannabisblüte werden durch die Luft zu den weiblichen Blütenständen getragen, um diese zu befruchten.

Die männlichen Pflanzen sterben vor der Samenreife ab. Der Samen in jeder weiblichen Blüte reift innerhalb von drei bis acht Wochen. Eine große weibliche Pflanze kann mehr als ein Kilogramm Samen hervorbringen.

Mit Beginn der Blütezeit sondern die Pflanzen den Inhalt ihrer Drüsenhaare ab, ein klebriges, aromatisches Harz, das die Pflanze vor Wasserverlusten durch Verdunstung schützt oder zur Abwehr von Schädlingen dient.

Diese Harze sind für die Forschung interessant. Denn sie enthalten die Stoffe, wegen derer Cannabis in der Medizin bei so unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden kann und weswegen Cannabis ein so breites therapeutisches Wirkungsspektrum besitzt. Es sind die so genannten Cannabinoide, die ausschließlich von der Cannabispflanze gebildet werden.


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