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RATGEBER - Schmerzen

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz“

Dieser Satz verrät schon, dass unsere kulturelle Herkunft mit darüber entscheidet, wie wir Schmerzen empfinden und interpretieren.

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Am eindrucksvollsten wurde dies am Beispiel des „Couvade“-Phänomens nachgewiesen: Bei der Untersuchung einer einfachen Agrarkultur stellte sich heraus, dass die Frauen kaum Schmerzen während der Wehen verspürten und sogar bis kurz vor der Geburt weiter auf dem Feld arbeiteten.
Die zugehörigen Ehemänner dagegen verbrachten währenddessen mehrere Tage mit Geburtsschmerzen im Bett.

Das „Couvade-Syndrom“ ist übrigens auch bei Männern unseres Kulturkreises zu beobachten. Während des Übergangs zur Vaterschaft stellen sich bei ihnen vielfach psychosomatische Beschwerden ein, bedingt durch das Ausmalen dessen, was nach der Geburt alles auf sie zukommen wird.


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