RATGEBER - Schmerzen
Der Weg des Schmerzes
In der Haut, an Muskulatur, Knochen, Sehnen, Gelenken und in der dünnen Haut, die die inneren Organe umgibt, befinden sich Millionen von „Nozizeptoren“- das sind kleine Empfängerstrukturen, deren Aufgabe darin besteht, Schmerzreize aufzunehmen.
Ist das Gewebe gesund, sind sie nicht besonders empfindlich - ein äußerer Reiz muss sehr stark sein, um sie zu erregen. Ist dagegen das umliegende Gebiet entzündet, so werden die Nozizeptoren sensibler und reagieren schon auf geringere Reize.
Empfängt solch ein Nozizeptor einen Schmerzreiz, so wandelt er ihn in einen elektrochemischen Impuls um, der dann über eine Nervenfaser ans Rückenmark weitergeleitet wird. Hier erfolgt eine Umschaltung des Signals auf eine zweite Nervenzelle.
Diese verläuft im Rückenmark in Richtung Gehirn bis in den „Thalamus“, wo die Erregung auf eine dritte Nervenzelle überspringt. Diese zieht letztendlich zur Großhirnrinde - erst dort nehmen wir den Schmerz bewusst wahr.
Vom Thalamus werden die Schmerzreize auch noch zu verschiedenen anderen Hirngebieten geschickt - er erfüllt also gewissermaßen eine Verteilerfunktion. Diese komplexen Verschaltungen, welche die Wissenschaftler bis heute nicht vollständig durchschauen, bewirken, dass Schmerz eine so subjektive und vielschichtige Empfindung ist.








