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RATGEBER - Schmerzen

Andere wirksame Medikamente

Neben den eigentlich schmerzlindernden Substanzen gibt es noch eine Reihe weiterer Medikamente, die in der Behandlung von Schmerzen zum Einsatz kommen. Diese Stoffe stammen aus anderen Bereichen der Medizin, können aber über verschiedene Wege auch in das Schmerzerleben eingreifen.

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Häufig werden beispielsweise Antidepressiva verordnet - Stoffe, die eigentlich gegen Depressionen wirksam sind. Warum sie auch bei chronischen Schmerzzuständen wirksam sind, weiß man nicht genau.
Ihr Einsatz beruht auf der klinischen Erfahrung der Ärzte, beweisende Studien zu diesem Thema gibt es noch nicht.

Hilfreich scheinen Antidepressiva insbesondere für die Schmerzpatienten zu sein, die unter neuropathischen Schmerzen leiden, sowie für Patienten, die zusätzlich Schlafstörungen haben.

Der Unterschied zur Behandlung von Depressionen liegt darin, dass Antidepressiva bei der Schmerztherapie in viel niedrigerer Dosierung verordnet werden.

Nachteil dieser Stoffe ist, dass sie in den ersten Tagen nach Therapiebeginn unangenehme Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Kreislaufprobleme, Übelkeit und Herzrasen hervorrufen; diese Beschwerden verschwinden aber in der Regel nach sieben bis zehn Tagen wieder.

Aufgrund solcher anfänglicher Beschwerden hören viele Patienten bereits in den ersten Tagen auf, ihre Tabletten oder Tropfen zu nehmen. Man muss aber wissen, dass die eigentlich erwünschte Wirkung erst später eintritt. Es lohnt sich also, die erste „harte“ Phase durchzustehen.

In selteneren Fällen, besonders wenn die Schmerzen von einer ausgeprägten Angst begleitet sind, kommen auch Beruhigungsmittel oder andere psychisch wirksame Substanzen zum Einsatz.
Diese Stoffe sollten aber mit großer Vorsicht verwendet werden und ihre Verordnung muss vom Arzt gut abgewogen werden, da sie starke Nebenwirkungen haben und außerdem leicht abhängig machen.

Manche Schmerzarten sprechen relativ gut auf Medikamente an, die eigentlich zur Behandlung epileptischer Anfälle eingesetzt werden.
Erklärt wird das damit, dass diese Schmerzsyndrome, zum Beispiel die einschießenden blitzartigen Schmerzen bei der Trigeminusneuralgie, anfallsartigen Charakter haben.

Die hier eingesetzten Medikamente bezeichnet man als Antikonvulsiva - Beispiele sind Carbamazepin, Valproinsäure oder Phenytoin. Auch zur Behandlung von hartnäckigen Schmerzen nach einer Gürtelrose sind sie geeignet.

Weiterhin hat auch Kortison einen Stellenwert in der Schmerztherapie - es wirkt zwar nicht schmerzlindernd, kann aber aufgrund seiner abschwellenden und entzündungshemmenden Komponente sehr hilfreich sein, um schmerzhafte Schwellungen, zum Beispiel bei Tumorerkrankungen, zu verringern.


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