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RATGEBER - Schmerzen

Bauchschmerzen

Bei Bauchschmerzen geht es vordringlich darum, lebensgefährliche Bauchschmerzen von den eher harmloseren zu trennen. Realistisch heißt das nichts anderes, als die Frage zu beantworten, „Muss hier schnell etwas geschehen oder hat man Zeit?“

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Eile ist geboten, wenn zusätzlich zu den Bauchschmerzen noch Fieber, Brechreiz und Erbrechen auftreten, wenn weder Stuhlgang erfolgt noch Winde abgehen, wenn die gesamte Bauchdecke hart ist und schon die kleinste Berührung schmerzt und wenn gleichzeitig eine Gelbfärbung der Haut und/oder in den Augen auftritt.

Hinter Bauchschmerzen können sich auch Krankheiten verbergen, die mit dem Bauch zunächst einmal nichts zu tun haben. So projizieren Kinder alle Beschwerden, sei es nun Kummer oder Zahnschmerz in die Region um den Bauchnabel herum.

Ein Herzinfarkt kann sich zunächst durch Bauchschmerzen bemerkbar machen. Auch ein Glaukomanfall (akut erhöhter Augeninnendruck) kann sich als Bauchschmerz zeigen.

Übersicht über die vier häufigsten Bauchschmerzarten

 

Krankheit Auftreten der Schmerzen typisch

Magen- oder Zwölffingerdarm- geschwür

 

Langsamer Beginn, Schmerzlinderung durch Säurebindung oder Nahrung

 

Nüchternschmerz, Druckschmerz unterhalb des Brustbeins oder um den Nabel herum

 

Gallensteinkolik

 

Rasches Auftreten der Kolik

 

Schmerzattacken oft verbunden mit Brechreiz, Erbrechen, langsamer Puls während der Kolik, gutes Ansprechen auf krampflösende Schmerzmittel, kein Fieber, später evtl. dunkler Urin und heller

 

Akuter Blinddarm

 

Beginn meist mit Schmerzen um den Bauchnabel herum, innerhalb von Stunden in den rechten Unterleib wandernd

 

Klopf- und Loslassschmerz (im linken Unterbauch kann man meist gut die Bauchdecke eindrücken, beim Loslassen Schmerz im gesamten Unterbauch), Erbrechen, Schmerzen bei der Enddarm- untersuchung mit dem Finger (Vorsicht bei Kleinkindern und älteren Leuten: Hier fehlen Beschwerden oft)

 

Blasen- entzündung

 

Langsam beginnende Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, gelegentlich Unterbauchschmerzen

 

Häufiges, schmerzhaftes Wasserlassen

 

Neben diesen häufigen Bauchschmerzursachen kommen noch viele Ursachen in Frage, die dann speziell abgeklärt werden müssen wie Gallenblasenentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Darmverschluss, Leistenbruch, entzündete Darmaussackungen (Divertikulitis), Hodenverdrehung bei Knaben, Eileiterschwangerschaft, stielgedrehte Eierstockzyste, versprengtes Gebärmuttergewebe im Bauchraum (Endometriose), Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Darmverwachsungen, Eierstockentzündung und viele andere mehr.

Ursachen

Hier kommen in Frage: Entzündungen, Steine (Galle, Niere), Verwachsungen, Verdrehungen, Unverträglichkeiten von Speisen und Getränken, Krankheitserreger in Speisen und Getränken oder einfach Überlastung durch zu große Portionen.

Therapie

Wenn es klar ist, um welches Krankheitsbild es sich handelt (z. B. eine Gallenkolik) kann ein krampflösendes Schmerz-mittel gegeben werden.

Ansonsten darf mit Schmerzmitteln die Diagnose nicht „verschleiert“ werden, da die Gefahr besteht, dass sich durch die Wegnahme des Alarmzeichens Schmerz Komplikationen einstellen (z. B. Magendurchbruch bei Magengeschwür).

Hausmittel

Es kommen warme oder kalte Umschläge in Frage (z. B. Blinddarmentzündung: kalt hilft, warm verschlechtert die Beschwerden) oder mal ein Verdauungsschnaps (gibt es auch ohne Alkohol) nach einem opulenten Mahl.

Wer chronisch unter Blähungsbauchschmerzen leidet, dem ist ein FKKK-Tee zu empfehlen (besteht zu gleichen Teilen aus Fenchel, Kümmel, Koriander, Kardamom).

Auch bei Hausmitteln gilt, dass nicht wertvolle Zeit verloren gehen darf bis zur Diagnose und der entsprechenden Therapie, u. a. auch um Komplikationen zu vermeiden.

Ernährungstipps

Jeder, der mit dem Blähbauch zu tun hat, sollte natürlich blähende Speisen meiden bzw. herausfinden was ihm bekommt und was nicht.

Patienten, bei denen ein Gallensteinleiden bekannt ist, sollten entsprechende Speisen wie z.B. hart gekochte Eier meiden.

Klassische Irrtümer

Selbst wenn Bauchschmerzen nach einem opulenten Mahl als typischer Blähbauch auftreten, kann es sich um einen akuten Blinddarm handeln. (Man kann soz. gleichzeitig Flöhe und Läuse haben.)

Bei Frauen vor den Wechseljahren kann sich hinter jedem vermeintlichen Periodenschmerz auch mal ein akuter Blinddarm oder eine Eierstockentzündung verbergen. Sie können bei unklaren Bauchschmerzen auch schwanger sein.


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