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RATGEBER - Schmerzen

Beschwerden vor und Schmerzen während der Menstruation

Die Beschwerden vor der monatlichen Regelblutung, auch Prämenstruelles Syndrom (PMS) genannt, sind ein eigenartiges Phänomen, welches jede Frau mehr oder weniger kennt.

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Der Begriff ist eine Zusammenfassung für einen ganzen Beschwerdekomplex, welchen Frauen besonders in den letzten zehn Tagen ihres Menstruationszyklus beschreiben und der schließlich mit dem Einsetzen einer monatlichen schmerz- und krampfhaften Regelblutung endet. Betroffen sind bevorzugt Frauen jenseits des 30. Lebensjahres.

Symptome

Frauen, die unter dem Prämenstruellen Syndrom leiden, sind reizbar, streiten mit Mann und Kindern, haben eigenartige Gelüste auf etwa Eis und Kartoffelchips und leiden unter Stimmungsschwankungen von „himmelhochjauchzend“ bis „zu Tode betrübt“. Die Libido (Lust an der Lust) unterliegt ebenfalls Schwankungen.

Neben diesen psychischen Veränderungen können körperliche Symptome vorhanden sein: Schmerzen im Busen, Kopf- und Unterleibsschmerzen, Völlegefühl, Verstopfung oder Übelkeit. Häufig lagert sich Wasser im Körper ein (Augenlider, Hände, Beine und Füße), damit verbunden ist ein Gefühl der Gedunsenheit.

Jedes einzelne PMS-Symptom kann natürlich als Teil einer anderen Erkrankung oder anderer Ereignisse im Leben gesehen werden.
Was jedoch das PMS-Beschwerdebild charakterisiert, ist ihr zyklisches Auftreten, ihr immer wiederkehrendes, sich wiederholendes Erscheinen.

Diese zahlreichen körperlichen und psychischen Beschwerden verschwinden mit dem Einsetzen einer meistens schmerz- und krampfhaften Regelblutung (Dysmenorrhö).

Ursachen

Hier spielen Störungen des vegetativen Nervensystems eine wichtige Rolle, also des Nervensystems, welches unserem Willen nicht unterliegt. Es gibt auch hormonelle Ursachen.

PMS ist tatsächlich ein ganz normales (physiologisches) Problem, welches in den Regulationsmechanismen der Körperfunktionen begründet liegt.
Zu bestimmten Zeiten, an bestimmten Tagen des Monats, gehen Körpersignale verloren, werden überfahren oder falsch aufgenommen.

Therapie

Bei der schmerzhaften Regelblutung haben sich bewährt Paracetamol, Metamizol, Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Diclofenac.

Erst wenn das PMS zu einer starken Beeinträchtigung führt, besteht eine Therapiebedürftigkeit.
Das Therapieziel ist eine nervliche (vegetative) Stabilisierung, eine Einstellung des hormonellen Gleichgewichtes und die Behebung der Wassereinlagerungen.

Medikamentös kann die vegetative Stabilisierung durch Antidepressiva, die nicht süchtig machen, erfolgen.

Das hormonelle Gleichgewicht ist mit einer Hormonbehandlung mit einem Pro-Gestagen, einem Verhütungsmittel (Pille) und/oder Medikamenten zur Unterdrückung der Herstellung von Muttermilch (Prolactinhemmer) einzustellen.

Die Hormontherapie muss detailliert mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt besprochen werden, da es zu nicht unbeträchtlichen Nebenwirkungen kommen kann.

Die Wassereinlagerungen können gut mit pflanzlichen Entwässerungsmitteln, den Aquaretika behoben werden. Wissenschaftlich geprüft sind zum Beispiel die Wirkstoffe aus den Wurzeln des Spargels (Asparagus) und der Petersilie.

Das PMS muss innerhalb all der Lebenszusammenhänge therapiert werden. Dazu zählen: die Art zu leben, persönliche Wertmaßstäbe, Ängste, Schutzmechanismen, Beziehungen. Die Lebensgewohnheiten sollten dabei veränderbar sein.
Hinzu kommen eine bewusste Ernährung, körperliche Bewegung und Stressabbau.

Alternative Therapieformen aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin, wie Akupunktur, sind teilweise sehr erfolgreich.

Auch die traditionelle Psychotherapie gehört zu den erfolgreichen Behandlungsformen. In Selbsthilfegruppen ist es möglich, das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele bewusst werden zu lassen, um es in Einklang zu bringen.

Hausmittel

Bei PMS haben sich Gänsefingerkraut, römische Kamille, Frauenmantel, Herzgespann und Hirtentäschel bewährt.
Zur Nervenstärkung sind Johanniskraut, Lavendel, Melisse, Pomeranzenblüten und Rosmarin zu empfehlen. Die schmerzhafte Regelblutung spricht gut auf Teufelskralle und Weidenrinde an.

Nähere Informationen, z. B. welche Darreichungsform und Dosierung, erteilt gerne die Apothekerin/der Apotheker und natürlich die Ärztin/der Arzt.

Entspannungsübungen

Der Stressabbau spielt beim PMS eine ganz wichtige Rolle.
Sämtliche Entspannungsübungen können hier erfolgreich eingesetzt werden, wie autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobson, Trophotraining, Yoga, Meditation, Tai Chi, Qi Gong usw.

Ernährungstipps

Hier sollte jede Frau durch Führen eines Tagebuchs herauszufinden versuchen, welche Ess- und Trinkgewohnheiten ihr während der Tage vor den Tagen nützen oder schaden.

Ganz allgemein gilt, dass Zucker, Koffein und Alkohol die Beschwerden des PMS eher verstärken. Nikotin führt auch zu einer Verschlechterung der Symptomatik.

Klassische Irrtümer

Genauso wie bei der Migräne handelt sich beim PMS und bei der schmerzhaften Regelblutung um ein tatsächliches Krankheitsbild und nicht um eine eingebildete Krankheit.


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