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RATGEBER - Gürtelrose

Wie groß ist die Ansteckungsgefahr?

Das Virus, das die Gürtelrose auslöst, ist einer der ansteckendsten Erreger überhaupt. Nicht umsonst heißt die entsprechende Kinderkrankheit „Windpocken“. Wie der Name vermuten lässt, kommt das Virus wie mit dem Wind geflogen. Es kann mehrere Meter Entfernung durch Luftschächte, offene Fenster und Korridore von Mensch zu Mensch überwinden. Im Erwachsenenalter ist es nicht viel anders. Auch die Gürtelrose ist ansteckend, und zwar vom Auftreten der ersten Bläschen bis zur vollständigen Verkrustung.

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Die Ansteckungsgefahr ist jedoch aus zwei Gründen geringer als bei den Windpocken: Erstens sind die betroffenen Areale meist durch Kleidung bedeckt. Zweitens sind schätzungsweise 95 Prozent der erwachsenen Menschen immun gegen die Herpes-Zoster-Viren, weil sie in ihrer Kindheit die Windpocken durchgemacht hatten. Und wenn die restlichen fünf Prozent mit den Viren in Berührung kommen, bildet sich bei ihnen nicht direkt eine Gürtelrose, sondern auch zuerst die Erkrankung an Windpocken.
Die größte Ansteckungsgefahr von einem Patienten mit Gürtelrose besteht also für Kinder und auch Ungeborene, die noch nie die Windpocken hatten. 


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