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RATGEBER - Kinderlähmung

Krankheitsanzeichen

Sind die Viren im Blut, macht sich das durch allgemeine Krankheitssymptome bemerkbar, wie Fieber, Halsschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit. In diesem Stadium denkt man auch zuerst an eine Erkältung und sicher nicht an eine Kinderlähmung. In 99 Prozent der Fälle bleibt es auch dabei und das Virus wird vom Immunsystem wieder zurückgedrängt. Bei einem Prozent aber gelangen die Viren auch ins Gehirn und ins Rückenmark. Hier richten sie viel Unheil an, denn sie zerstören die Nervenzellen.

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Dies macht sich zuerst über Nacken-, Rücken- und Gliederschmerzen bemerkbar. Das Hauptstadium mit den bekannten Lähmungserscheinungen erfolgt ein bis mehrere Tage später. Weil man am Anfang nur die Lähmungen vor allem an den Beinen sah, aber deren Ursache noch nicht kannte, wurde die Krankheit als „Poliomyelitis“ bezeichnet, als vielfältige Muskelentzündung. Der Begriff hat sich bis heute in der Medizin gehalten, obwohl man mittlerweile weiß, dass nicht die Muskeln, sondern die sie ansteuernden Nerven beschädigt sind. 


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