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RATGEBER - Riechstörung

Oft hilfreich: Das Dresdner Riechtraining

Kortison-Tabletten helfen Allergikern meist gut; ehemalige Grippepatienten gewinnen dadurch aber nur selten ihren Geruchssinn zurück. Eine neue Methode ist das Riechtraining, das u. a. Prof. Thomas Hummel von der Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universität Dresden entwickelt hat. Geruchsunempfindliche Nasen können wieder lernen können zu riechen, wenn sie regelmäßig zweimal am Tag an vier charakteristischen Düften schnuppern, wie Rose, Gewürznelke, Eukalyptus und Zitrone. Bereits nach zwölf Wochen verbesserte sich der Geruchssinn bei einem Viertel der Teilnehmer.

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Das Riechtraining vermehrt vermutlich die Riechsinneszellen und beschleunigt deren Wachstum. Diese Erfahrung machen von Berufswegen auch Parfümeure und Sommeliers: Gesunde Menschen können durch Übung sensibler für bestimmte Düfte werden. Inzwischen bestätigen etliche Studien, dass das regelmäßige bewusste Wahrnehmen von Gerüchen die Empfindlichkeit für diese erhöhen kann.
Für das Riechtraining müssen Sie in keine Klinik und zu keinem Arzt gehen. Sie können es ganz einfach selbst machen mit Hilfe von Fläschchen mit natürlichen Aromaölen.

Wenn der Geruchssinn allerdings schon mehr als zwei Jahre lang erloschen ist, bringt die Therapie wahrscheinlich nichts mehr. In dem Fall sollten die Betroffenen bei Nahrungsmitteln penibel auf Verfallsdaten achten, sich nach Plan waschen, im Zweifelsfall eine andere Nase zu Hilfe zu holen – also die von Partnern, Freunden oder Kindern. 


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