RATGEBER - Rund ums Auge
Tränen - nicht nur wenn man traurig ist
An den beiden äußeren Augenwinkeln befindet sich jeweils eine Drüse, welche die Tränen produziert. Die Tränenflüssigkeit besitzt wichtige Aufgaben.
Eine davon kennt fast jeder. Gelangt beispielsweise Staub ins Auge, blinzelt man häufiger, um den Staub mithilfe der Tränenflüssigkeit wieder auszuwaschen.
Tränen sorgen also dafür, dass Fremdkörper wieder aus unseren Augen gelangen. Der Tränenfilm, den die Lider verteilen, hält die Oberfläche des Augapfels glatt und geschmeidig und ermöglicht, dass wir gut sehen.
Außerdem enthält er keimtötende Substanzen und schützt so vor Infektionen. Zusätzlich versorgen die Tränen Teile unseres Auges mit Nährstoffen und Sauerstoff.
Normalerweise hat der Körper dafür die Blutgefäße. Doch da diese nicht unsichtbar sind, würden sie das Sehen stören. Deshalb gibt es im Auge einen anderen Mechanismus und der Sauerstoff gelangt direkt über die Luft in den Tränenfilm.
An den Lidern liegen die Wimpern. Sie halten Staubteilchen und Insekten fern. Auch die Augenbrauen schützen: Sie nehmen Schweiß oder Regen auf und leiten sie, damit sie nicht in die Augen gelangen, nach außen ab.
Auf der Innenseite der Lider und auf dem undurchsichtigen Teil des Augapfels befindet sich die Bindehaut. Sie besitzt zahlreiche schleimproduzierende Zellen, die so genannten Becherzellen. Sie liefern wichtige Bestandteile für den Tränenfilm.
Außerdem sorgen sie dafür, dass die Lider reibungslos gleiten. Da die Bindehaut zahlreiche Blutgefäße besitzt, rötet sie sich oft bei Reizungen oder Erkrankungen.








