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RATGEBER - Tinnitus

Komplementäre Behandlungsmöglichkeiten

Hier haben wir einige komplementäre Behandlungsmöglichkeiten für Sie zusammengestellt.

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Hyperbare Sauerstoff-Therapie:

Ist der Tinnitus chronisch, gibt es Aussicht auf Besserung mit der Hyperbaren Sauerstofftherapie (HOT).

Dabei wird ein Tauchgang in einem Schein-U-Boot simuliert, bei dem die Patienten mit Masken 100 prozentigen Sauerstoff einatmen.

Ziel ist, die Sauerstoffkonzentration im Blut zu steigern, damit das Innenohr besser mit Sauerstoff versorgt wird und die Sinneszellen regenerieren können. Nach der Behandlung geben viele Patienten an, dass sich die Intensität ihres Ohrgeräusches verringert habe.

Die Ärzte können das jedoch nicht nachprüfen, da es sich um ein subjektives Empfinden der Patienten handelt.

Tinnitus-Retraining-Therapie:

Eine andere Therapieform ist die von Jastreboff und Hazle entwickelte Retraining Therapie.
Dabei trägt der Kranke ein Hörgerät und einen so genannten Tinnitus-Masker im oder hinterm Ohr.

Das Hörgerät verstärkt die Umweltgeräusche und hat dadurch schon eine dämpfende Wirkung, während der Masker - je nach Firmenbezeichnung auch Noiser genannt - selbst den Ohrton in seiner Entstehung durch leises Rauschen hemmt.

Die Therapie kann von einem Psychologen begleitet werden. Dieser erarbeitet mit dem Betroffenen Strategien zum besseren Umgang mit dem Ohrklingeln und seinen häufigen Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Angstzustände oder Depressionen.

Musiktherapie:

Diese Art von Therapie geht zurück auf Professor Tomatis aus Paris. Er hat herausgefunden, dass das Gehirn fähig ist, Töne und akkustische Reize zu filtern und je nach ihrer Bedeutung unterschiedlich stark bzw. gar nicht wahrzunehmen.

Durch Training könne der Patient lernen hohe Töne, die er als störend empfindet, zu überhören.

Das soll durch klassische Musik erreicht werden. Dabei wird dem Patienten meist ein Violinkonzert vorgespielt, in das Töne eingebaut sind, die in ihrer Frequenz dem Tinnituston entsprechen. Der Patient empfindet diese Töne als unangenehm und lernt sie zu überhören.

Signaltherapie bei Tinnitus:

Für diese Therapie, die von dem deutsch-amerikanischen Arzt und Biophysiker Dr. Dr. Richard Markoll entwickelt wurde, ist folgende Beobachtung entscheidend: Selbst nach Durchtrennung des Hörnervs (Nervus acusticus) verschwindet das Tinnitusgeräusch nicht.

Es gibt Anzeichen, dass der Ursprung der Geräusche - zumindest bei einem Teil der Tinnituspatienten - auf eine Fehlschaltung und/oder Fehlbewertung von Signalen an der Gehirnrinde zurückgeht.

Diese Fehlerquelle an der Gehirnrinde versucht die Signaltherapie mit schwachen elektrischen Signalen, die durch ein elektromagnetisches Feld getragen werden, zu beheben.
Diese Signale zeichnen sich durch ein spezifisches Muster aus, welche in unterschiedlicher Stärke, Dauer und Häufigkeit das Gewebe positiv stimulieren. Sie entsprechen den natürlichen physiologischen Körpersignalen und sind somit auf das menschliche Gewebe abgestimmt. Signale, die der Körper versteht. Dadurch wird oftmals ein Selbstheilungsprozess in Gang gesetzt.

Vor allem bei folgenden Formen scheint die Therapie anzusprechen: Tinnitus bei funktioneller Störung der Halswirbelsäule, bei funktionellen Störungen des Kiefergelenks, bei Tiefenschwerhörigkeit, Tieftontinnitus und Stresstinnitus.

Erkenntnisse aus Studien belegen ein Ansprechrate von 60 Prozent, die sich aber oft erst nach drei Monaten zeigt.


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