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RATGEBER - Cholesterin

Wie kommt es zur Arteriosklerose und zum Herzinfarkt?

Ist mehr LDL-Cholesterin im Blut als von den Körperzellen benötigt wird – sei es durch zu fettreiche Nahrung oder anlagebedingt – wird es von bestimmten Blutzellen aufgenommen.

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Diese so genannten Schaumzellen neigen dazu, das überschüssige Cholesterin in kleinsten Rissen der Gefäßwand abzulagern.
Dadurch entsteht ein „Fettstreifen“, der die Anlagerung weiterer Blutbestandteile fördert, bis schließlich ein so genannter arteriosklerotischer Plaque entstanden ist.

Auf diese Weise wird der Gefäßdurchmesser eingeengt, oder – im schlimmsten Falle – das Gefäß wird vollkommen verstopft.

Folge: die Durchblutung wird schlechter bzw. unmöglich. Der Sauerstoffmangel kann die betroffenen Organe, vor allem Herz, Gehirn, sowie die Gliedmaßen, vor allem die Beine, schädigen.

Gefährlich sind auch die Stadien vor einer Verkalkung, da sich die Plaques auch lösen, in die Blutbahn zurückkehren und feinere Kapillaren verstopfen können. Auf diese Weise entsteht ein Herzinfarkt.

Es wird also deutlich, dass der Übeltäter bei der Arterioskleroseentstehung in erster Linie das LDL-Cholesterin ist. Besonders „gefährlich“ ist das LDL, wenn es in oxidierter, d. h. in chemisch veränderter Form vorliegt. Diese Oxidation geschieht durch freie Radikale, die zum Beispiel durch Umweltgifte oder Zigarettenrauch freigesetzt werden.

Ein hoher HDL-Cholesterinwert dagegen wirkt der Arterienverkalkung eher entgegen. Deswegen ist es bei der Messung des Cholesterinspiegels auch wichtig, die Unterscheidung zwischen diesen beiden Cholesterinformen zu machen.

Manchmal kommt es nämlich vor, dass ein hoher Cholesterinwert lediglich durch einen Anstieg des HDL zustande kommt – in solch einem Fall liegt dann meist keine Gesundheitsgefährdung vor.

Bei einem Gesunden ohne weitere Risikofaktoren sollte der Gesamtcholesterinspiegel im Blut bei ca. 240 mg/dl liegen, wobei der LDL-Anteil davon nicht mehr als 160 mg/dl ausmachen sollte.

Bei Personen mit zusätzlichen Risikofaktoren für Arteriosklerose (Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht) dagegen sollten Gesamtwerte von 200 mg/dl und LDL-Werte von nicht mehr als 130 mg/dl angestrebt werden.

Noch mehr aufpassen müssen Patienten, die bereits Gefäßerkrankungen haben: Bei ihnen sollte das Gesamtcholesterin möglichst 180 mg/dl, das LDL-Cholesterin weniger als 100 mg/dl betragen.


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